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Fischsterben in Püttlinger Weihern

Am Dienstag pumpten Wehrleute aus Köllerbach und Herchenbach Wasser von den Weihern in der Sellerbacher Humes um, nachdem ungeklärte Abwässer hineingelangt waren und Fische gestorben waren.

Püttlingen.
Im zwei Weihern in der Sellerbacher Humes in Püttlingen sind in den vergangenen Tagen zahlreiche Rotaugen, Stichlinge und Karpfen verendet. Grund war Abwasser, das ungeklärt am Montag in die öffentlichen Gewässer geflossen war.
Vermutlich ein Stein hatte ein Abwasserbauwerk auf dem Riegelsberger Bann blockiert und zum Überlaufen gebracht. Das schmutzige Wasser landete schließlich in den betreffenden Weihern. Der Köllerbacher Naturschutzbeauftragte für den Bereich westlich des Köllerbachs, Franz Josef Nickels, habe noch am selben Abend Umweltalarm ausgelöst und erste Maßnahmen eingeleitet: Die Feuerwehr pumpte zwei Tage lang möglichst viel Frischwasser in die Weiher. Mindestens 20.000 Liter wurden nach Angaben der Feuerwehr ausgetauscht. Darüber hinaus wurde das in den Weihern befindliche Wasser herausgepumpt und dann wieder hineingeschossen, mit dem Ziel mehr Sauerstoff in die Gewässer zu bekommen.
„Zwar sind über Nacht immer mehr tote Fische an die Oberfläche gestiegen“, sagte Püttlingens Bürgermeister Martin Speicher. „Aber durch die Maßnahmen konnten wir das Fischsterben beenden.“
Wie viele Tiere jedoch schon verendet sind und wie hoch der entstandene Schaden ist, ist derzeit noch nicht klar. Offen ist auch noch, wer für die Kosten aufkommen wird.


Fische starben, nachdem ungeklärte Abwässer aus Riegelsberg in die Weiher flossen


Schwül ist es am Dienstag auf dem Feldweg in der verlängerten Nauwieser Straße in Köllerbach. Und es riecht nach fauligem Wasser, und zwar so stark, dass der Geruch nicht allein vom Weiher in der Sellerbacher Humes kommen kann. Wer sich dem Weiher nähert, sieht auch, warum es immer schwüler und muffeliger wird: Die Freiwillige Feuerwehr Köllerbach pumpt an zwei Stellen das Wasser aus dem Weiher und lässt es in hohen Fontänen wieder hineinschießen. Auch an einem kleineren Weiher etwas unterhalb sind Feuerwehrleute, diesmal aus Herchenbach, damit beschäftigt, das Wasser in einem Weiher umzupumpen. Den Grund für diese Aktion, die auch schon am Montagabend durchgeführt worden war (wir berichteten), kann Franz Josef Nickels, Köllerbacher Naturschutzbeauftragter für den Bereich westlich des Köllerbachs, erklären: „In die Weiher sind am Montagabend ungeklärte Abwässer gelangt, was schon zu einem Fischsterben geführt hat. Wir wollen jetzt verhindern, dass noch mehr Tiere verenden.“ Am Montagabend fiel auf, dass ungeklärte Abwässer in die Weiher der Sellerbacher Humes flossen. Die Ursache dafür war schnell ausgemacht: Ein Abwasserbauwerk auf Riegelsberger Bann war, das vermutlich durch einen Stein blockiert war, ist übergelaufen. Das ungeklärte Abwasser floss dann irgendwann über die Anlage und landete schließlich in den Weihern auf Köllerbacher Bann. Vor allem das Ammoniak in dem Abwasser sorgte dann dafür, dass gerade kleinere Fische verendeten. „Um die Wasserqualität zu verbessern, wurden noch am Montagabend zwei Maßnahmen getroffen“, erklärt Nickels, der den Umweltalarm ausgelöst hatte. Zum einen wurde das Wasser in den Weihern durch möglichst viel Frischwasser ersetzt. „Das haben wir am Montag noch mit Tankern gemacht“, schildert der Köllerbacher Löschbezirksführer Karl Kunz. Dazu fuhren die Tankfahrzeuge von Püttlingen und Köllerbach zum Weiher, luden ihr Frischwasser ab und holten gleich die nächste Ladung. „Am Dienstag haben wir dann stattdessen eine mehrere hundert Meter lange Schlauchleitung zum nächsten Hydranten gelegt, um Frischwasser zuzuführen“, so Kunz weiter. Mindestens 20.000 Liter seien dadurch ausgetauscht worden. Zum Zweiten wurde das schon in den Weihern befindliche Wasser herausgepumpt und dann wieder hineingeschossen, mit dem Ziel, dabei mehr Sauerstoff ins Wasser zu bekommen. Mit Erfolg: Ab dem Nachmittag verbesserte sich der Sauerstoffwert, der viertelstündlich gemessen wurde, deutlich. „Zwar sind über Nacht immer mehr tote Fische an die Oberfläche gestiegen“, erklärte Bürgermeister Martin Speicher, der sich an beiden Tagen vor Ort ein Bild der Situation machte, „aber durch unsere Maßnahmen konnten wir das Fischsterben beenden.“ Wie hoch der Schaden letztendlich ist und wer ihn bezahlen wird, ist noch offen.

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