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Flüge ab Saarbrücken immer mehr gefragt

Die Luxair-Verbindungen ab Saarbrücken nach München und Hamburg sind stärker nachgefragt als erwartet. Allerdings hat die Finanz- und Wirtschaftskrise zu Rückgängen bei Geschäftsreisen geführt.


Saarbrücken/Luxemburg.
Die luxemburgische Fluggesellschaft Luxair zeigt sich mit ihrem Engagement am Saarbrücker Flughafen sehr zufrieden. Die Nachfrage wachse weiter, sagte gestern Vorstand Alberto O. Kunkel, zuständig für Verkauf und Marketing, gegenüber unserer Zeitung. Zuwachs gebe es besonders auf den Verbindungen nach München und Hamburg. Die bayerische Landeshauptstadt „läuft sehr gut. München ist inzwischen so stark gefragt, dass wir auf größere Maschinen umstellen mussten“, sagte Kunkel. Um diese Maschinen zu beschaffen, habe die Luxair eine größere Flugplanänderung vornehmen müssen, die es in der Folge nicht mehr ermöglicht, die bisher mit kleineren Maschinen angebotene Verbindung Saarbrücken-Luxemburg-London zu stemmen. „Wir haben die London-Verbindung nicht aus wirtschaftlichen sondern aus logistischen Gründen eingestellt“, betont Kunkel. Ob London mittelfristig noch einmal mit einer anderen Lösung angeboten wird, ließ Kunkel offen. Die Luxair bedient ab Saarbrücken dreimal täglich München, zweimal Hamburg und einmal Berlin-Tegel. Besonders erfreulich laufe das Tourismusgeschäft ab Saarbrücken. Deshalb liefen Überlegungen, weitere Ziele aufzunehmen.

Türkei Renner im Tourismus


Voraussichtlich ab Sommer werde es eine Verbindung nach Catania auf Sizilien geben, sagte Kunkel. Derzeit ziehe es die Saarländer vor allem in die Türkei. Das liege am guten Preis-Leistungsverhältnis. Sehr beliebt seien auch Hurghada in Ägypten sowie die kanarischen Inseln. Zu Beginn des Jahres würden verstärkt teurere Ferienflüge gebucht. Familien treffen laut Luxair ihre Entscheidungen eher kurzfristig im Umfeld von Ferien.
Generell werden Flüge mittlerweile kurzfristiger gebucht. Das Phänomen, das vor allem den Geschäftsreiseverkehr betrifft, bereitet der Luxair zunehmend Sorge. Seit Herbst 2008 ist die Zahl der Geschäftsreisenden in Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise zurückgegangen. Viele Unternehmen haben die Zahl der Dienstreisen zurückgefahren oder buchen deutlich abhängiger vom Preis. Die Luxair geht deshalb gezielt auf Unternehmen in Luxemburg und dem Saarland zu. Man werde sich mit möglichst flexiblen Tarifen an die geänderten Bedürfnisse im Geschäftsreiseverkehr anpassen, kündigte Kunkel an. Probleme gibt es für das Unternehmen vor allem im Frachtverkehr. Das Cargo-Center am Luxemburger Flughafen Findel musste 2008 einen Rückgang um insgesamt zehn Prozent Frachtverkehr verkraften, alleine von Oktober bis Dezember um 20 Prozent. Reagiert wird mit dem Abbau von Überstunden.
Entlassungen seien nicht geplant. Außerdem hat Luxair zu Jahresbeginn die Preise im Schnitt um 3,5 Prozent erhöht. Grund seien gestiegene Personalkosten und höhere Flughafengebühren.
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