L 365, Vollsperrung für Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen in der Ortsdurchfahrt Sitzerath, aufgrund eines liegengebliebenen Schwertransportes Für Fahrzeuge bis 7,5 Tonnen besteht keine Vollsperrung. (19.09.2017, 01:43)

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Flughäfen Saarbrücken und Zweibrücken wollen kooperieren

Saarbrücken/Mainz. Die Flughäfen Saarbrücken und Zweibrücken sind auf dem Weg zu einem neuen, gemeinsamen Großflughafen der Region. In einem ersten Schritt vereinbarten gestern Wirtschafts-Staatssekretär Peter Hauptmann (Saarland) und sein Amtskollege aus Rheinland-Pfalz, Jürgen Häfner (Inneres, Sport, Infrastuktur) ein Geschäftsmodell, das schon bis Oktober in Details stehen soll. Kernziel dieses Modells ist es, die beiden Standorte künftig gemeinsam weiterzuentwickeln und die jeweiligen Stärken zu bündeln. Man wolle in der Region im Verbund mehr Umsatz generieren als jetzt, betonte Hauptmann gegenüber unserer Zeitung. Sowohl für Passagierflüge als auch Frachttransporte gelte künftig nicht mehr die bisherige Konkurrenzhaltung nach dem Motto: Das eine in Saarbrücken, das andere in Zweibrücken. „Ich plädiere dafür, das ewige Hüben wie drüben zu beenden. Die rheinland-pfälzische Landesregierung sieht das genauso.“ Generell werde nichts von einem Standort abgezogen ohne für vollwertigen Ersatz zu sorgen, damit der Umsatz stimmt. Nach Ansicht des rheinland-pfälzischen Staatssekretärs Häfner liegt der Charme einer Kooperation auch darin, in den Verhandlungen mit Airlines künftig eine stärkere Position in Preisverhandlungen zu haben. Beide Partner wollen vorbehaltlos entscheiden, welche Flugziele von welchem Standort aus Sinn haben. Es werde alles daran gesetzt, mehr attraktive Flugziele in Europa zu erschließen. Der Standort Saarbrücken werde keine Nachteile erleiden. „Saarbrücken ist kein Experimentierfeld“, sagte Hauptmann.  Innerhalb der Kooperation soll auch der Flughafen Luxemburg eine größere Rolle spielen, da es dort Engpässe in der Frachtabwicklung gebe und nach Ausweichmöglichkeiten gesucht werde. Ob Luxemburg auch als einer der neuen Gesellschafter eines gemeinsamen Flughafens Saarbrücken-Zweibrücken mit ins Boot kommen könnte, ließ Hauptmann im Anfangsstadium der Gespräche noch offen.



Paul oder auch Erna?

Wenn das Geschäftsmodell abgesegnet wird, folge als nächstes die künftige Organisation der Flughäfen. Dabei könne es, je nach zu erwartendem Markterfolg, auch zur Fusion der Standorte kommen. Mit entsprechender Neustrukturierung der Gesellschaft und Geschäftsführung. Zudem müsse der Flughafen einen Namen bekommen, der für beide Standorte passt. Selbst hier soll es keine Animositäten mehr geben. „Von mir aus kann man ihn auch Paul oder Erna nennen“, meint Staatssekretär Hauptmann.


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