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Flughafen Ensheim will 2010 mehr Passagiere anlocken

Saarbrücken. Der Flughafen Saarbrücken musste wie die gesamte Luftfahrt-Branche im vergangenen Jahr einen Passagierrückgang hinnehmen. Die Passagierzahl sank von 517 920 im Jahr 2008 auf 470 147 – ein Minus von 9,3 Prozent. „Damit liegen wir auf Höhe vergleichbarer deutscher Airports, die zwischen 8,8 und elf Prozent verloren“, sagte Friedhelm Schwan, Vorsitzender der Geschäftsführung am Saar-Flughafen (Foto: Rau). Nach Flugausfällen im Dezember würden gut 8000 Passagiere in der Bilanz fehlen.

Die 23 Internationalen Verkehrsflughäfen in Deutschland registrierten laut der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) 2009 ein Minus von 4,8 Prozent auf 180,8 Millionen Passagiere. Der ADV rechnet für 2010 mit einer verhaltenen Erholung von etwa drei Prozent.

„Das wirtschaftliche Umfeld und die erwartete steigende Arbeitslosigkeit 2010 an der Saar werden uns nicht ungeschoren lassen, das vor allem im Reiseverkehr“, sagt Schwan. Dennoch hofft der Flughafen-Chef mit neuen Linien und vermehrten Marketing-Anstrengungen auf zusätzliches Aufkommen und peilt das bisherige Rekordaufkommen von rund 518 000 im Jahr 2008 wieder an. Schwan: „Ich halte das für einigermaßen realistisch.“

Air Berlin wird ab Ende März einen zusätzlichen Flug nach Berlin anbieten. Zudem bietet auch Luxair mehr Kapazität auf der Berlin-Strecke an. Die türkische Fluggesellschaft Pegasus soll vier Mal wöchentlich Istanbul ab Saarbrücken (mit Anschlüssen in die Türkei) anbieten. Erste Auswirkungen der Zusammenarbeit mit Friedrichshafen im Ferienflugverkehr erwartet Schwan ab Winter 2010. Die angekündigte Linie vom Bodensee-Flughafen Friedrichshafen via Saarbrücken nach Amsterdam sollen mit dem Sommerflugplan Ende März verfügbar sein. Die Zeitfenster in Amsterdam durch Air France/KLM stünden, interessiert an der Strecke seien die Fluggesellschaften OLT und Luxair. Air Berlin werde von bisher drei Wochenflügen nach Palma de Mallorca wieder auf vier gehen. Zudem „denkt Air Berlin fleißig über eine Anbindung des portugiesischen Porto nach“. Erste positive Auswirkungen beim Passagieraufkommen aus Lothringen erwartet Schwan im Gefolge der neuen Zusammenarbeit mit der französischen Reisbürokette Ailleurs.

Die mehrfach angekündigten Baumaßnahmen wie neues Parkhaus und Technikhalle, ein Simulatorzentrum und ein mit einer Klinik kombiniertes Hotel sollen nach Grundsatzbeschlüssen des neuen Flughafen-Aufsichtsrates „im Jahresverlauf in die Gänge kommen“, so Schwan. Für das Simulatorzentrum stünde ein niederländischer Investor bereit.

Gerüchte über eine Neubesetzung der Flughafenspitze durch die neue Landesregierung beantwortet Schwan kühl: „Ich habe einen Fünfjahresvertrag und den werde ich erfüllen.“ An einen Stellenabbau bei der Flughafengesellschaft – derzeit 143 Mitarbeiter – sei nicht gedacht.

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