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Flughafenchef Schwan im Visier der Staatsanwaltschaft

Flughafen Saarbrücken-Ensheim

Flughafen Saarbrücken-Ensheim

Von SZ-Redaktionsmitglied Marc Prams

Saarbrücken. Gegen den Geschäftsführer des Flughafens Ensheim, Professor Friedhelm Schwan, ist eine Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Saarbrücken eingegangen. Dies wurde gestern auf Anfrage der SZ von Seiten der Staatsanwaltschaft bestätigt. Die Anzeige habe nichts mit Dr. Schwans Tätigkeit als Chef des Flughafens zu tun, sondern mit seiner Praxis, die der niedergelassene Arzt in Saarlouis betreibt. Die Kassenärztliche Vereinigung Saarland (KV) hat sich mit dem Hinweis an die Staatsanwaltschaft gewandt, dass es in der Vergangenheit in Schwans Praxis zu Unregelmäßigkeiten gekommen sei. Demnach soll die Praxis in Abwesenheit von Inhaber Schwan über einen längeren Zeitraum von einem ehemaligen Weiterbildungsassistenten geführt worden sein. Dies, erklärt der KV-Vorstandsvorsitzende Dr. Gunter Hauptmann der SZ, sei nicht erlaubt. „Im Zuge der Hausärzte- Nachwuchsförderung erhält ein Hausarzt, der ausbildet, Fördergelder in Höhe von 1500 Euro monatlich. Das beinhaltet die Verpflichtung, dass der Weiterbildungsassistent nur unter dessen Aufsicht am Patienten tätig wird“, stellt Hauptmann klar. Die KV selbst könne nicht beurteilen oder ermitteln, inwieweit die Anschuldigung zutreffend sei und habe die Informationen deshalb der Staatsanwaltschaft mitgeteilt. „Wir konnten lediglich überprüfen, ob in dem uns genannten Zeitraum tatsächlich ein Weiterbildungsassistent in der Praxis beschäftigt wurde. Das war der Fall“, fügt Hauptmann an. Sollte sich der Vorwurf bestätigen, will die KV die gezahlten Fördergelder und Honorare für nicht erbrachte Leistungen zurückfordern. Die Schadenshöhe läge dann zwischen 30 000 und 100 000 Euro. Auch ein Antrag auf Zulassungsentziehung könne gestellt werden. Laut Hauptmann gab es in den vergangenen zehn Jahren nur einen vergleichbaren Fall im Saarland. „Meistens werden Weiterbildungsassistenten eingestellt, damit sie später die Praxis übernehmen können. Deshalb kommt so etwas selten vor.“ Schwan selbst war für eine Stellungnahme gestern nicht zu erreichen. Am Flughafen teilte man mit, dass er noch bis Ende kommender Woche in Urlaub sei.
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