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Forbach: Busse fahren nicht mehr in sozialen Brennpunkt

Forbach. Überraschung für die Bewohner von Behren-Cité, einer Plattenbau-Siedlung mit 10.000 Einwohnern auf den Hügeln südlich von Forbach, die vor 60 Jahren für die Beschäftigten der lothringischen Kohlegruben errichtet wurde. Seit Montag wird ihre Haltestelle in der Ortsmitte nicht mehr von Bussen des öffentlichen Nahverkehrs angefahren. Bereits Mitte November hatte die Gesellschaft Briam Socha ihre Fahrten nach Behren-Cité eingestellt, nachdem einer ihrer Busfahrer von Jugendlichen attackiert worden war.

Nun folgte die öffentliche Gesellschaft Forbus, weil am vergangenen Donnerstag ein Bus mit Steinen beworfen wurde. Dabei gingen drei Scheiben zu Bruch. Durch Zufall wurde keiner der Fahrgäste verletzt. Unterdessen will sich die Gemeinde Behren mit dem Haltestellen-Boykott der Linienbusse nicht abfinden. Gegenüber der Zeitung „Républicain Lorrain“ betonte der Beigeordnete Romain Flaus, dass es sich hier um eine „ungerechte Stigmatisierung“ der Gemeinde handele, die beendet werden müsse. Deshalb wurde am Donnerstagabend eine Krisensitzung der Unterpräfektur in Forbach angesetzt. Ziel soll jetzt eine erhöhte Präsenz der Polizei sein sowie der Einsatz von Mediatoren, die die Krawallmacher ansprechen. Wann die Busse wieder fahren, blieb allerdings offen.

Behren-Cité war von Anfang an eine multikulturelle Siedlung. Im Jahr 1980 zählte man dort 23 Nationalitäten. Waren es zunächst vor allem Italiener, Polen und Bergarbeiter aus den Benelux-Staaten, folgten dann ab den 60er Jahren vor allem Menschen aus der Türkei, aus Algerien und dem übrigen Maghreb. Seit den 90er Jahren und dem Bergbau-Ende ist Behren-Cité ein sozialer Brennpunkt, wie sich auch schon vor ein paar Jahren zeigte, als nächtens einige auf der Straße abgestellte Autos von Jugendlichen angezündet wurden. gf
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