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Ford: Belgische Mitarbeiter legen Werk Genk lahm

Saarlouis/Genk. Der Personalabbau bei Ford geht weiter. Neben der Schließung des belgischen Werks Genk mit 4300 Betroffenen Ende 2014 kündigte das Unternehmen gestern auch die Schließung des Fahrzeugwerks in Southampton sowie des Presswerks in Dagenham an. Diese sollen bereits im kommenden Jahr die Produktion einstellen. Hiervon betroffen sind insgesamt 1400 Stellen. Ford will hier den Personalabbau vorrangig über Abfindungsprogramme und Versetzungen an andere Standorte erreichen. Von der Schließung des englischen Presswerks könnten die deutschen Standorte Köln und Saarlouis profitieren, an denen Ford ebenfalls Presswerke unterhält. In Dagenham soll nur noch das Kompetenzzentrum für Motorenentwicklung- und -fertigung erhalten bleiben.

Unterdessen behinderten die Mitarbeiter im Werk Genk gestern als Reaktion auf den Schließungsbeschluss die Auslieferung von Teilen, um den Druck auf die Ford-Chefetage in Detroit zu erhöhen. Ziel der Arbeiter ist eine Einigung, die auf einen finanziell attraktiven Sozialplan hinauslaufen dürfte. Teile aus Genk, insbesondere Stahlräder und Kleinteile, werden auch nach Saarlouis geliefert. Wie gestern aus Unternehmenskreisen weiter zu erfahren war, sind durch die Blockadeaktionen der belgischen Ford-Arbeiter jedoch keine spürbaren Auswirkungen auf die Produktion im Werk Saarlouis zu erwarten. Die Mitarbeiter in Genk sind jedoch so aufgebracht, dass gestern auch Fahrzeuge angezündet wurden. Wie Ford-Chef Alan Mulally und Stephen Odell als Vorsitzender von Ford Europe gestern in einer Telefonkonferenz weiter erläuterten, sollen die Sparmaßnahmen und eine Produktoffensive mit 15 Neuheiten in den kommenden fünf Jahren Ford bis etwa 2015 wieder profitabel machen. Langfristig sei eine Umsatzrendite von sechs bis acht Prozent angestrebt. Die Folgen der Wirtschaftskrise hätten jedoch alleine im laufenden Jahr einen Verlust von über 1,5 Milliarden Dollar (1,16 Milliarden Euro) verursacht. Die Sparpläne werden zu einer Verringerung der europäischen Fertigung um 355 000 Fahrzeuge (minus 18 Prozent) führen. Das soll jährliche Brutto-Einsparungen um bis zu 500 Millionen US-Dollar (386 Millionen Euro) bringen. ts


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