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Forensik-Ausbrecher vor sardischer Disko gefasst

Die Forensik in Merzig ist bislang mit Stacheldraht und Überwachung durch Video-Kameras gesichtert.

Die Forensik in Merzig ist bislang mit Stacheldraht und Überwachung durch Video-Kameras gesichtert.

Saarbrücken/Merzig. Vier Wochen nach ihrer Flucht aus dem Hochsicherheitstrakt der forensischen Klinik in Merzig endete die Flucht von Italo Trovato (31) und Peter Ziegler (35) am frühen Morgen des Pfingstsonntags auf Sardinien. Beamte der italienischen Polizei nahmen die beiden Männer gegen zwei Uhr vor einer Diskothek in der Touristenhochburg San Teodoro, einem ehemaligen Fischerdorf, fest. Fahnder der beim Landespolizeipräsidium (LPP) Saarbrücken eigens eingerichteten Ermittlungsgruppe (EG) „Zaun“ hatten ihren italienischen Kollegen zuvor die entscheidenden Hinweise auf die mit europäischem Haftbefehl gesuchten Forensik- Ausbrecher gegeben. In der EG „Zaun“ suchten zehn spezialisierte Fahnder nach den Ausbrechern.

In einer Pressemitteilung der Saar-Polizei heißt es, es sei gelungen, die beiden Männer „in der Provinz Nuoro zu lokalisieren“. Nach Informationen unserer Zeitung wurde bei der groß angelegten Fahndung mit so genannten „verdeckten Maßnahmen“ operiert, was auch Telefonüberwachungen einschließt. Auf diesem Weg sollen angeblich telefonische Grüße der Ausbrecher aus Sardinien in ihre saarländische Heimat auch bei der Polizei angekommen sein. Nach Polizeiangaben sollen Trovato und Ziegler jetzt im Rahmen eines Auslieferungsverfahrens von Italien wieder nach Deutschland geholt und dann erneut in die Forensik in Merzig eingeliefert werden. Trovato war dort wegen Gewaltdelikten und Ziegler wegen schwerem Raub und sexueller Nötigung untergebracht.

Am Samstag, 28. April, war ihnen bei einem gemeinsamen Hofgang mit dem weiterhin flüchtigen Ziato Pavlo (33) die Flucht durch ein Loch im Außenzaun des Hochsicherheitstraktes gelungen. Die Polizei geht davon aus, dass das Ausbecher-Trio Helfer hatte. Der hohe Zaun aus Spezialstahl soll angeblich mit besonderem Werkzeug von außen präpariert worden sein, was trotz Videoüberwachung nicht aufgefallen war. Zudem soll ein Fluchtfahrzeug in der unmittelbaren Nähe der forensischen Klinik gewartet haben. Die Fahndung nach dem dritten Ausbrecher, dem 33-jährigen Zitato Pavlov, läuft derweil weiter auf Hochtouren. Er war wegen schweren Diebstahls in der Forensik untergebracht. Von ihm fehlt bisher, so ein Polizeisprecher, „weiter jede Spur“. mju

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