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Fotos: Das war der 1. Mai am Jägersburger Weiher

Jägersburg. Es waren Szenen, die sich irgendwo zwischen bizarr und amüsant abspielten, gestern, am Jägersburger Brückweiher. Wie in den Jahren zuvor hatten einige Hundert Jugendliche die Wiesen am Wasser zur Partyzone erklärt. Und wie in den Jahren zuvor sollte ein Großaufgebot an Polizei, DRK, DLRG, städtischem Ordnungsamt und privatem Sicherheitsdienst dafür sorgen, dass eben diese Party nicht für den einen oder anderen zum alkoholgeschwängerten Albtraum wird. Um dieses Ziel zu erreichen, hatten die Verantwortlichen erneut alles Mögliche an Mensch und Material aufgeboten, um so schon von Anfang an zu signalisieren: Spaß ja, Grenzen aber auch.

Dass man die Situation am Jägersburger Brückweiher trotz der leichten Entspannung im Jahr 2011 immer noch sehr ernst nimmt, davon mag auch die Arbeit im Vorfeld künden: 27 strafrechtlich auffällige Personen hatten schon vorab schriftlich von der Stadt Homburg die Mitteilung bekommen, dass ihre Anwesenheit am Weiher am 1. Mai alles andere als erwünscht sei - "Betretungsverbot" heißt das im Amtsdeutsch.

Vor Ort ließen die Beamten der Polizei schon rein zahlenmäßig nichts anbrennen: "Wir haben heute Beamte der Polizeiinspektion Homburg, der Bereitschaftspolizei und der Diensthundestaffel im Einsatz", präzisierte Polizeihauptkommissar Frank Pusse, Einsatzleiter vor Ort. In Zahlen bedeutete dies einen Konvoi von zehn Einsatzfahrzeugen der Größe "L" - nicht ohne Grund: "Nachdem die Zahl der Vorfälle im vergangenen Jahr rückläufig war, wollen wir in diesem Jahr mit unserem System einer starken und sichtbaren Präsenz fortfahren. Wir wollen klarmachen: Hier ist kein Tummelplatz für Rabauken, kein Raum für Körperverletzungsdelikte oder Ähnliches. Feiern ja, aber bitte so, wie man einfach feiert. Und wer dagegen verstößt, fliegt rigoros vom Platz", verdeutlichte Pusse. Er machte aber auch klar, dass im Umgang mit den Jugendlichen Fingerspitzengefühl unerlässlich sei. "Es ist für uns immer eine Gratwanderung."

Die, die einfach nur Spaß haben wollten, und das war bei weitem die Mehrheit, hatten mit der Polizeipräsenz keine Probleme. Bereitwillig zückten die Jugendlichen ihre Ausweise, wenn den Beamten die Diskrepanz zwischen tatsächlicher Menge Alkohol in Hand oder Bollerwagen und angenommenem Alter zu groß erschien. Und auch zwischen der Partygemeinde und den klassischen Maiwanderern kam es eher zu ausgelassenen Dialogen als zu verbalen Rempeleien - auch wenn so manchem Älteren die Menge an Alkohol, die einzelne Gruppen mitgebracht hatten, schon verwunderte.
 

Ordnungshüter haben ihr Konzept aufgehen sehen

Jägersburg. "Bislang ist unser Konzept aufgegangen. Die Jugendlichen haben kapiert: heute geht hier gar nix." Frank Pusse, Einsatzleiter der Polizei gestern am Jägersburger Weiher, zog am Nachmittag eine aus seiner Sicht recht positive Bilanz der Maifeiern. "Bis jetzt haben wir ledigliche eine Anzeige wegen Körperverletzung und zwei Platzverweise." Dies sei nach 2011 erneut ein Rückgang und absolut kein Vergleich zum "Katastrophenjahr" 2010. Rund 1000 Gäste mussten die Beamten zu Spitzenzeiten der Maifeier am frühen Nachmittag im Auge behalten. 23 von ihnen machten dabei auch Bekanntschaft mit dem DRK. Dessen Einsatzleiter Wolfgang Rech: "Wir haben im Gegensatz zur Polizei eine leichte Steigerung zu vermelden. Exzesse sind aber ausgeblieben." Wie üblich im Mittelpunkt der DRK-Hilfsmaßnahmen: Die Behandlung der Folgen von zu üppigem Alkoholgenuss. thw

 

 

 

 

 

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