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Fotos: Fünfte Auflage des Toughruns in Bexbach lockt 900 Teilnehmer auf die Strecke

„Ich bin tot, aber es war geil“, pustete Philip Ley am Samstagnachmittag erst mal kräftig durch. Kein Wunder, hatte sich der 27-Jährige aus Schwalbach zuvor doch gleich mehrfach aufs Schlachtfeld begeben, war durch ein schlammiges Sumpfloch im Wald gewatet, in den Kerker verfrachtet worden und auf Knien rutschend unter Stacheldraht hindurchgerobbt.

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„Der Lauf war ein einziges Highlight“, konnte sich Younes Ababneh aus Saarbrücken gar nicht entscheiden, welche der acht Stationen ihm beim fünften Toughrun in Bexbach am besten gefallen hatte. „Das Robben auf Spänen war die größte Qual. Da hat man sich schön die Beine aufgerieben – wie mit einer Käseraspel“, erzählte der 33-Jährige. Da half auch die dicke Schlammschicht, mit der Philip und er am ganzen Körper überzogen waren, nicht viel. Aber Younes verriet lachend: „Was Sport angeht, bin ich vielleicht etwas masochistisch veranlagt.“ Eine solche oder ähnliche Einstellung dürfte wohl viele der über 900 Teilnehmer dazu bewogen haben, auf dem riesigen Utopion-Gelände in die Schlacht gegen die Unwegsamkeiten auf der Strecke zu ziehen.

Um 11 Uhr hatten sie sich gemeinsam auf den Weg gemacht. Nach einigen hundert Metern auf der welligen und rutschigen Wiese wartete hinter einer Kuppe das erste „Hindernis“ – eine Rutschpartie bergab auf einer Plane, „Powerride“ genannt. Diese wurde Bea Both aus Köln beinahe zum Verhängnis: „Ich konnte nicht mehr bremsen und bin fast im Gebüsch gelandet“, lächelte die 34-Jährige, für die es die erste Teilnahme an einem „harten Lauf“ war. „Es war super anstrengend, aber hat wirklich Spaß gemacht“, zog sie dennoch ein positives Fazit. Nach der Rutsche ging es für die Protagonisten rechts in den Wald, wo nach einem Bogen über den matschigen und glitschigen Boden die nächste Bewährungsprobe lauerte – der Sumpf, ein etwa 40 Meter langer See aus Matsch.


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„Diese Schlammgrube“, stöhnte Svenja Konrad aus Saarlouis, „die hatte es wirklich in sich. Ohne fremde Hilfe war die fast nicht zu überwinden.“ Doch wie so vielen anderen standen auch der 29-Jährigen ausreichend helfende Hände zur Seite. Gemeinsam als Team gingen Daniela aus St. Wendel, Kai aus St. Ingbert und Michael aus Münchwies auf die Strecke. „Ich kann gar nicht sagen, was es ausmacht“, meinte „Danny“ und bekam strahlende Augen: „Es ist einfach die Geselligkeit.

Was die Hindernisse angeht: Da werden Kindheitsträume wahr.“ Für das Trio war es bereits die zweite Teilnahme – mit einem Unterschied: „Letztes Jahr waren wir nicht verkleidet, das ging gar nicht“, verriet Michael. Also wurden diesmal Kostüme organisiert und als wandelnde Karotten ließen sich die „Zermöhrer“ das spaßige Abenteuer erneut nicht entgehen. Überhaupt herrschte in Sachen Verkleidung reichlich Kreativität – auch wenn nach der Schlammparade Braun als Einheitsfarbe daherkam. Passend zur Herkunft traten Dietmar Neumann und seine Mitstreiter als Urzeitmenschen an: „Ich komme ja aus dem Neandertal, wohne in Ratingen“, klärte er auf. „Es ist einfach schön, so viele Verrückte zu treffen. Da wird wohl das innere Kind befriedigt.“

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Schön auch: „Schlammflittchen“ Freddi, der von seinen 15 geilen Zwergen über die Ziellinie geschleppt wurde. „Sau geil“, so sein Fazit – und das Versprechen, am 8. Oktober 2016 wieder bei der Batschparade in Bexbach dabei zu sein.

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