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Fotos: Große Party auf dem St. Ingberter Marktplatz

Mega-Gaudi beim saarländischen Oktoberfest in St. Ingbert

Mega-Gaudi beim saarländischen Oktoberfest in St. Ingbert

Einige St. Ingberter posteten in der vergangenen Woche im Internet Bilder von ihrem Besuch des Münchner Oktoberfests, um gleichzeitig zu kommunizieren, dass sie nun ihren Urlaub abbrechen. Nicht, weil das bayrische Original auf der Wiesen so langweilig war, sondern vielmehr, weil sie rechtzeitig zum Oktoberfest in St. Ingbert zurück sein wollten. Wie bei dessen Eröffnung am Freitag zu hören war, ist Bayerns Hauptstadt immer noch die erste Wahl, um sich mit der passenden Wiesn-Mode und feschen Dirndln auszustatten. Aber vorgeführt werden sie mit Vorliebe in der saarländischen Mittelstadt, die ja auch mal bayrisch war. Als Moderator Thomas Rosch das St. Ingberter Oktoberfest als das „schönste und größte im Saarland“ bezeichnete, ergänzte Bürgermeister Pascal Rambaud noch: „Und das bayrischste.“ Um den Beweis anzutreten, hatte er extra die St. Ingberter Fahne mitgebracht, in der die weiß-blauen Rauten und der bayrische Löwe Überbleibsel aus dieser Zeit sind. Kein Wunder also, dass die Stimmung im Festzelt bereits vorm Fassbieranstich bei der After-Work-Party ausgelassen war. Es schien, als hätte das Partyvolk nur auf diesen Augenblick gewartet.

Eigentlich sollte Finanzminister Stephan Toscani das Fass anschlagen, doch er ließ sich wegen Krankheit vertreten. Den, der dann auf der Bühne seinen Part übernahm, hätte man in St. Ingbert wohl am wenigsten erwartet, hat er doch derzeit mit der Koordination der Flüchtlingsströme zu tun. Trotzdem ließ es sich Innenminister Klaus Bouillon nicht nehmen, das Fest offiziell zu eröffnen. Erst am Freitag um halb drei erfuhr er von seinem kurzfristigen Amt. „Für Stephan mache ich das gern“, so sein kurzer Kommentar. Während er nicht lange bleiben konnte, liefen die Feierfreudigen in ihrer stilechten Tracht so richtig zu Hochform auf. Da störte es wohl auch nicht, dass die St. Ingberter Maß Bier preislich gar nicht mehr so weit von der Münchner entfernt ist.

Unter den Gästen waren einige, die dem mittlerweile achten Fest das erste Mal einen Besuch abstatteten und sich wunderten, dass bereits am Anfang bei der Musik aus der Konserve ein Stimmungshoch zu verzeichnen war. Die Leute brannten förmlich aufs Mitsingen und Mitschunkeln. Das wurde beim Auftritt der Band „Frontal Party Pur“ am Freitag noch getoppt. Denn da standen nicht nur Sänger auf der Bühne, die sich bereits einige ihrer Sporen in St. Ingbert verdienten, sondern in Personalunion auch Animateure und Stimmungskanonen. Gepaart mit der Musik von Klassikern über Neue Deutsche Welle bis hin zu aktuellen Hits trafen sie den Geschmack der an diesem Abend bajuwarisch fühlenden saarländischen Feiergemeinde.

Dem Ruf von der Bühne „ St. Ingbert , seid ihr bereit?“, folgte frenetischer Jubel. Man ließ sich nicht zwei Mal bitten. „Und dann die Hände zum Himmel“ und mit einem „Prosit der Gemütlichkeit“ auf den Lippen, blieb der Alltag vorm Festzelt auf dem Markt zurück. Und wer wollte, konnte dieses Gefühl der Unbeschwertheit auch am Samstag noch einmal genauso erleben.
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