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Fotos: Narren siegten bei Rathaussturm in Saarbrücken

Oberbürgermeisterin Charlotte Britz beschützt den Rathausschlüssel vor der Stürmung.

Oberbürgermeisterin Charlotte Britz beschützt den Rathausschlüssel vor der Stürmung.



Saarbrücken. Besorgt blickte Nassauer-Ehrenpräsident Axel Dumont immer wieder durch die schwere Holzpforte des Saarbrücker Rathauses. Denn während er sich mit der versammelten Saarbrücker Narrenschar vor der historischen Rathaustreppe postierte, war von der Hausherrin noch lange nichts zu sehen – und das am Fastnachtssamstag um 11.11 Uhr. Also noch einmal die anwesenden und eintreffenden Karnevalsgesellschaften begrüßt, ein paar „Alleh Hopp!!“ gerufen, dann würde Oberbürgermeisterin Charlotte Britz schon kommen. Tat sie dann auch, gemeinsam mit Bürgermeister Ralf Latz.

Im blauen Kleid wollte sie den symbolischen Rathausschlüssel verteidigen – und ihr Büro samt gemütlichem Mobilar: „Do drinn lässt es sich so gut pennen.“ Dumont forderte immer wieder: „Gib auf, deine Amtszeit ist abgelaufen.“ „Die hat gerade neu angefangen“, konterte sie, ließ sich aber immerhin zum Schunkeln und Singen hinreißen. Jedoch nicht, ohne eine spitze Bemerkung: „Das ist aber noch ziemlich lahm, was ihr da bringt.“ So blieb ihr Zeit, ihre Umgebung etwas genauer zu studieren. Da fielen etwa die Uniformen der Männer an der Konfettikanone auf. „Klasse seht ihr aus, tolle Uniformen“, lobte sie.

Achim Pitz, der Regionalvertreter des Verbandes Saarländischer Karnevalsvereine (VSK) für Saarbrücken und die obere Saar, wusste zu den schwarzrot- goldenen Uniformen zu berichten: „Das sind die Uniformen der Rathauswache Dudweiler.“ Mit seiner Bemerkung „Das ist doch sehr interessant“, spielte er dann auf die aktuelle Diskussion um den Sonderstatus Dudweilers an, wegen der Britz und Latz in der Kritik stehen. Ein paar Schunkler später kam es, wie es kommen musste.

Britz rückte gespielt unwirsch den symbolischen Schlüssel raus, anschließend wurde gemeinsam gefeiert. Allerdings erstmals nicht wie in den Jahrzehnten zuvor im Rathausfestsaal, sondern im Gewölbe des Ratskellers oder im großen Zelt auf dem Gustav- Regler-Platz. Eine seltsame Situation für so manchen Freund der Saarbrücker Straßenfastnacht. „Da stürmen wir vorne ins Rathaus hinein, um direkt anschließend hinten wieder hinausgehen zu müssen“, meint zum Beispiel Armin Keller.

In Klarenthal ist man Ähnliches gewohnt. Dort bieten die Quassler Jahr für Jahr Bezirksbürgermeister Claus Theres die Stirn an dessen Amtssitz, dem Klarenthaler Rathaus. Sobald er aber entmachtet ist, zieht man gemeinsam um, vom Rathaus hinüber zur Sporthalle, die derzeit als Quassler Narrhalla dient. Auch das Altenkessler Rathaus ist über die tollen Tage fest in Narrenhand. Die Kesselflicker ziehen zum Rathaussturm.

Weil Bezirksbürgermeister Theres aber in seinem Heimatstadtteil Klarenthal sein Rathaus zu verteidigen hat, liefern sich die Kesselflicker ihre närrische Übergabeschlacht mit dem Verkehrs- und Verschönerungsverein Altenkessel (VVA). Auch die Burbacher Karnevalisten der „Mir sin do“ haben noch einige Umstürze im Sinn. Bereits am Sonntag übernahmen sie das Kommando in der Spielbank im Deutschmühlental, und heute haben sie es wenige Stunden vor dem Start ihres Rosenmontagsumzuges auf die Sparkassenfiliale in der Ortsmitte abgesehen.


AUF EINEN BLICK

Beim Weiberfasching in der Saarbrücker Kongresshalle hatten die Sanitäter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) einiges zu tun, meldet die Organisation. Insgesamt mussten an diesem Abend zehn Gäste medizinisch versorgt werden. Eine Person kam ins Krankenhaus, sie hatte sich vermutlich die Zehe gebrochen. Sechs Patienten hatten zu viel Alkohol getrunken und wurden ambulant in der Sanitätsstation behandelt. Eine ruhige Nacht hatten die Sanitäter hingegen beim Premabüba in der Kongresshalle. Die 14 Helfer versorgten insgesamt vier Ballgäste und sprachen am Ende von einer „sehr ruhigen“ Schicht. red



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