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Fotos: So war's beim Electro-Magnetic-Festival in Völklingen

Zur dritten Auflage des Electro Magnetic Festivals, verwandeln am Samstag (19.07.2014) tausende Partyfans , das Weltkulturerbe Völklinger Hütte in eine riesige Tanzfläche. Auf vier unterschiedlichen Floors, wird bis in die frühen Morgenstunden gefeiert.

Zur dritten Auflage des Electro Magnetic Festivals, verwandeln am Samstag (19.07.2014) tausende Partyfans , das Weltkulturerbe Völklinger Hütte in eine riesige Tanzfläche. Auf vier unterschiedlichen Floors, wird bis in die frühen Morgenstunden gefeiert.

Stampfende Beats, flackernde Monitore, zuckendes Stroboskop, im Hintergrund die gigantische Industriekultur-Kulisse – die Hütte bebt. Es ist Samstagabend, Electro-Magnetic-Festival 2014, das mittlerweile dritte „hochöfliche“ Stelldichein. Auf dem Gelände des Weltkulturerbes Völklinger Hütte tummeln sich wie im Vorjahr über 10000 Besucher. Auf der Bühne geben Fritz Kalkbrenner, Marek Hemmann und AKA AKA den Takt an. Molekülartige Ketten auf den Bildschirmen in tiefem Rot wechseln mit schlängelnden Chromosomensträngen in kaltem Weiß. Laser projizieren geometrische 3D-Raster an Schlote und Rohre der Industrieruine. Der tote Winkel lebt, leuchtet, zuckt, stroboskopiert.

In den Winkeln des Geländes gibt es einiges zu entdecken, zum Beispiel den etwas versteckten „Berliner Floor“, der jüngste und kleinste Spross im erlesenen Reigen der Bühnen: Die schwarz-weiß beflaggte, palettengezimmerte DJ-Kanzel verströmt Hauptstadtfeeling. Davor filmen und fotografieren die Hipster – man feiert digital. Auch auf den anderen Floors sieht man überall leuchtende Smartphone-Displays.

Für Anhänger des Analogen bietet ein Gang übers Gelände dank der detailverliebten Leuchtkulisse erstaunliche Eindrücke. Am „Roheisenkanal“ lassen „Adam Port + &me“ die Bässe bauchtief wummern. Die grün-lila beleuchtete Stahlkonstruktion überkuppelt das Technodrom bis in schwindelnde Höhe. Flächige Bassfolgen lassen das Trommelfell flattern. Das Tanzbein schwingt fast von alleine in dieser Bass-Arena.
Anders als im vergangenen Jahr ist für’s Tanzen vor den Bühnen immer Platz. Der wird von den Besuchern, ebenso wie die diesmal gut sichtbaren Timetables gerne genutzt. Eine weitere Verbesserung: Im Rundkurs gibt es diesmal keine Richtungsvorgabe. Man geht und steht wo(hin) man will. Staus bilden sich keine.

Während das vom Saarländer Johannes Bergheim und dem Emder Holger Kampling gegründete Duo AKA AKA zusammen mit dem Komponisten und Trompeter Thalstroem das Publikum in seinen Bann zieht, wogt am „Schrottgleis“ die versammelte Masse. DJ Mathias Kaden versetzt das Publikum mit seinem grandiosen Set – einer abwechslungsreichen Melange aus Weltmusik- und Techno-Rhythmen – in einen kollektiven Tanzwahn. Seine Kollegin Ellen Allien lässt es langsamer angehen und sorgt für die nötige Verschnaufpause, bevor die ersten Regenschauer niedergehen, von denen sich die russische DJane Nina Kraviz allerdings kaum beeindrucken lässt. Und auch Fritz Kalkbrenner lädt zum viel bejubelten Regentanz. Raketen steigen an der Hauptbühne in den Himmel. Die können den Regen zwar auch nicht stoppen, sorgen aber für einige wahrhaft magische Momente.

Alles in allem beeindruckt das „Magnetic“ in seiner dritten Ausgabe mit einer reibungslosen Organisation und unterstreicht seine Bedeutung als festes Elektro-Event im Saar-Lor-Lux-Raum. Die Veranstalter haben diesmal den Platzbedürfnissen der Besucher Rechnung getragen und ein feines Programm zusammengestellt, das Lust auf die folgenden Jahre macht.
 

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