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Fotos: Torejagd bei Schlammfußball-Meisterschaft

20 Herren- und sieben Damenmannschaften spielten auf einem sumpfähnlichen Spielfeld in Schmelz um die Krone des saarländischen Schlammfußballs.

20 Herren- und sieben Damenmannschaften spielten auf einem sumpfähnlichen Spielfeld in Schmelz um die Krone des saarländischen Schlammfußballs.

Schmelz. Eine matschige Wiese, zwei Mannschaften und ein Fußball: Das ist im Grunde alles, was für ein Schlammfußball-Spiel benötigt wird. Bei dieser kuriosen Sportart bleibt kein Auge trocken. „Und wer hat es erfunden?“ Der Legende nach waren es finnische Soldaten, die in der Nähe des Polarkreises bei Tauwetter ein Konditionstraining abhielten. Um die Übungen aufzulockern, nahm einer der Soldaten einen Ball mit.

Andere Regeln

Beim ersten finnischen Nationalturnier 1998 kickten bereits 13 Teams um die Schlammkrone. In Schmelz bei der ersten saarländischen Meisterschaft im Schlammfußball waren 20 Herren- und sieben Damenmannschaften mit von der Partie. Schon die Namen einiger Teams gaben erste Hinweise auf das dreckige Treiben: Demnach spielten „fairSAUte“ Damen gegen „Batsch Granaten“, während bei den Herren der „FC Schlamm P“ gegen „Baymatsch“ kickte.

Die Regeln des Schmelzer Schlammspiels unterscheiden sich von denen des gewöhnlichen Fußballs: Das Spielfeld war ungefähr so groß wie ein Viertel eines Fußballplatzes, es spielten vier Feldspieler und ein Torwart, ein Spiel dauerte acht Minuten. Bei den Spielen ging es hart aber fair zur Sache, denn der Spaß stand hierbei im Vordergrund. „ Mund abwischen und weitermachen“, lautete das Motto der Teilnehmer. Sie benötigten eine gehörige Portion Humor und viel Ausdauer, wenn sie den Ball aus dem Matschigen ins Eckige jagen wollten.



Das Matschige hatte es in sich: Der weiche Untergrund schluckte Schuhe, fraß so manche Socke, hielt Beine und Ball fest. Demnach waren keine kuriosen Kabinettstückchen oder Dribblings wie beim legendären Maradona möglich. Vielmehr überwogen beim schmutzigen Spiel Kampf und Ausdauer. Die Spieler mussten sich ständig bewegen, denn wer stehen blieb, der sackte ein – und verlor nicht nur den Schuh. So ermüdete nach wenigen Minuten die Beinmuskulatur mancher Spieler. Wie anstrengend das Laufen im Schlamm ist, weiß jeder, der schon einmal im Watt gewandert ist.

Schlammkönige geehrt

 

Am Ende des Turniers wurden Saarlands Schlammköniginnen und -könige gekürt. Deren Reinigung dürfte wohl genauso anstrengend sein wie ein Schlammfußballmatch, wenngleich sie länger als acht Minuten dauern wird.

www.wild-bobbyz.de

 

Auf einen Blick

 

Die Platzierungen und Auszeichnungen des Turniers:

Damen: 1. Mädgesellinnenverein, 2. Schmuddelkinder, 3. FairSAUt

Herren: 1. FC Schlamm P, 2. TuS Michelbatsch, 3. Kickers „Matsch Mungo“ Bester Spieler: Jens Thomsen.

Mannschaft mit dem schönsten Trikot: Kickers.

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