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Fotos: Wenn Tannenbäume in Ottweiler den Abflug machen

Sichtlich Spaß hatten die Teilnehmer beim vierten Tannenbaumweitwurf am Sonntagnachmittag in Ottweiler.

Sichtlich Spaß hatten die Teilnehmer beim vierten Tannenbaumweitwurf am Sonntagnachmittag in Ottweiler.

Wenn Anfang Januar vom Weihnachtsbaum die Nadeln herabrieseln, ist sie für die meisten Menschen vorbei, die Freude an dem Bäumchen. Nicht so in Ottweiler , hier fängt der Spaß dann erst richtig an. Denn hier schnappt sich der Förderverein des Freibades ein paar ausrangierte Exemplare und lädt zum Tannenbaumweitwurf. Bereits zum vierten Mal am gestrigen Nachmittag.

Wie bei einem kleinen Volksfest ging es zu: Zahlreiche Besuchergruppen, häufig von befreundeten Vereinen, hatten sich an der Wurfbahn auf dem Schlossplatz eingefunden, unterhielten sich, aßen, tranken und entschieden häufig spontan, ob sie mitmachten oder nur zuguckten. So war, als Ortsvorsteher Michael Schmidt, der Schirmherr, den Startschuss gab, beispielsweise bei dem 30-jährigen Jochen Britz und seinen Freunden noch nicht klar, ob sich genug Werfer für ein Team finden. „Ich habe den Tannenbaumweitwurf in den letzten Jahren immer auf Facebook verfolgt. Jetzt habe ich endlich mal Zeit gefunden, um herzukommen.“

Starten durfte man in Gruppen von vier Personen oder einzeln. Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder warfen nach Gruppen getrennt mit unterschiedlich schweren Bäumen.


Man möge ein wenig mehr Platz machen, deutete eine Werferin dem Publikum. Auch ein herumliegender Baum einer anderen Gewichtsklasse musste zur Seite gezogen werden. Dann sah man, warum: Die Werferin packte den Baum, wirbelte drei, vier Mal mit ihm um die eigene Achse und ließ dann los. „Fünf Meter und Siebzig! Neuer Rekord bei den Damen“, verkündete Moderator Moritz Meyer. Glück gehabt, bei der erregten Aufmerksamkeit. Alles gab auch die 28-jährige Tosha Governali. Sie wollte ihren ersten Platz zurück, den sie letztes Jahr hatte abtreten müssen.„Ich habe extra die Sportschuhe mitgebracht“, sagte sie lachend. Geübt habe sie aber nicht. „Unser Baum steht noch im Wohnzimmer.“ Erstmals nahmen auch auswärtige Gruppen teil, Leichtathleten aus Rehlingen. „Wir werfen alles, ob Hammer, Diskus, Speer, Kugel oder Weihnachtsbaum“, sagte Holger Hoffmann. Der Ottweiler Herrenbaum sei allerdings doppelt so schwer, als man es von anderen Wettbewerben gewohnt sei. Am Ende machten Margret Klein-Raber mit 7,20 Metern bei den Frauen und Patrick Ames mit 10,80 Metern bei den Männern das Rennen. Insgesamt gab es 160 Würfe bei den Erwachsenen und 70 bei den Kindern, wobei manche Teilnehmer zwei oder drei Mal geworfen hätten, so Petra Zimmer, Vorsitzende des Fördervereins. „Die genaue Teilnehmerzahl wissen wir deshalb nicht, aber wir haben das Gefühl, dass der Weitwurf jedes Jahr besser angenommen wird.“ Mit der Veranstaltung will sich der Verein auch im Winter für das Ottweiler Freibad engagieren. Als Preise gab es selbstverständlich Freibad-Eintrittskarten.
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