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Fotos vom Alt-Saarbrücker Weihnachtsmarkt

Saarbrücken. Kummersteg heißt der Teil der Alten Brücke, der die Lücke zwischen der historischen Brücke und dem Brückenkopf an der Franz-Josef-Röder-Straße schließt. Kummer hat der Steg in den vergangenen Jahren oft den städtischen Sicherheitsexperten bereitet, wenn wie am vergangenen Wochenende der beliebte Alt-Saarbrücker Weihnachtsmarkt anstand. Denn zu den Spitzenzeiten kam es hier immer wieder zu Gedränge und Staus. Und weil die Saarbrücker Sicherheitsexperten Folgen wie bei der Duisburger Loveparade vermeiden wollten, wurde die Alte Brücke am Samstagnachmittag komplett gesperrt.

Belebter Knotenpunkt des ältesten Saarbrücker Weihnachtsmarktes

„In diesem Bereich ist folglich weniger los“, schildert ein Passant, der seinen Namen nicht nennen möchte, seinen Eindruck. Sonst sei an diesem Eingangsbereich, an dem Schausteller Heino Jockers einen Glühweinstand betreibt und seinen historischen Drehorgelwagen weihnachtliche Melodien spielen lässt, bereits ein belebter Knotenpunkt des ältesten Saarbrücker Weihnachtsmarktes gewesen.

„Manchmal war es wirklich schlimm mit dem Gedränge.“

„Dieses Mal ist hier eher ein Randbereich mit wenig Publikum“, so der Besucher. Karsten Berger hat Verständnis dafür, dass ein Bauzaun den Weg zur Alten Brücke versperrt: „Manchmal war es wirklich schlimm mit dem Gedränge.“ Rüdiger Klein macht dagegen seinem Ärger Luft: „So schlimm, dass man die Brücke generell schließt, war es nie.“ Angelika Keller meint: „Ich denke, weil es seit Tagen bekannt ist – in der Saarbrücker Zeitung wurde ja auch von der Sperrung berichtet – haben sich die Leute darauf eingerichtet.“

Während es also an der Alten Brücke verhältnismäßig ruhig zuging, war kaum 30 Meter weiter an der Treppe zum Schlossgarten einiges los. Dort eröffneten Saarbrückens Oberbürgermeisterin Charlotte Britz, Regionalverbandsdirektor Peter Gillo und der Macher des Alt-Saarbrücker Weihnachtsmarktes, Charly Lehnert, den beliebten Markt. „Wir mussten dieses Mal besondere Sicherheitsauflagen erfüllen, damit hier nichts ähnliches wie in Duisburg passiert“, erklärte Britz zunächst.

Dann: „Saarbrücken ist die Weihnachtshaupstadt der Region, speziell an diesem Wochenende kommen viele Menschen aus der ganzen Region nach Saarbrücken.“ Gillo äußerte einen ganz besonderen Weihnachtswunsch: „Ich wünsche, dass wir die Armut abbauen, denn 20 Prozent der Kinder im Regionalverband leben in Armut.“

Keine Zwischenfälle

Alles beim Alten derweil auf dem Schlossplatz und dem Nanteser Platz. „Es ist zwar etwas kalt, aber ansonsten läuft alles normal“, berichtet Christian Cazaux von der Freiwilligen Feuerwehr Alt-Saarbrücken, während er die Absperrung am Alten Rathaus überwacht. Die Wege zwischen den Ständen füllten sich jetzt zusehends, und schon bald genossen tausende von Besuchern selbst in den entlegensten Gässchen des Alt-Saarbrücker Weihnachtsmarktes die besinnliche Stimmung des ersten Adventwochenendes. Gedanken an Terroranschläge oder Panik-Ereignisse waren offenbar ganz weit weg.

Nach Polizeiangaben besuchten alleine am Samstagabend schätzungsweise 15 000 Menschen den Alt-Saarbrücker Weihnachtsmarkt. Laut der für den Weihnachtsmarkt zuständigen Polizeiinspektion AltSaarbrücken sei dabei alles friedlich abgelaufen. „Uns sind keine außergewöhnlichen Vorfälle bekannt“, so die Beamten auf Nachfrage der Saarbrücker Zeitung.

Tassen aus dem Vorjahr

Auf der anderen Saarseite bekamen Besucher des Saarbrücker Christkindlmarktes von den verschiedenen Sicherheitsmaßnahmen, die wegen der akuten Gefahr von Terroranschlägen notwendig wurden, kaum etwas mit.

Die auffälligste Folge der verschärften Maßnahmen war dabei offensichtlich. Denn erstmals in der Geschichte der Saarbrücker Christkindlmärkte wurden Glühwein und andere alkoholhaltige und alkoholfreie Heißgetränke an den Auftakttagen in den Tassen des Vorjahrs ausgeschenkt.

Neugierige Christkindelmarktbummler erfuhren auf Nachfrage den Grund: Die aktuellen Tassen befinden sich noch auf dem Schiff, das sie aus Fernost nach Europa gebracht hat und warten darauf, dass sie für die Einfuhr frei gegeben werden und dann nach Saarbrücken gebracht werden.

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