A8 Luxemburg - Saarlouis AS Perl in beiden Richtungen Anschlussstelle gesperrt, Baustelle bis 20.11.2017 06:00 Uhr (09.10.2017, 05:53)

A8

Priorität: Sehr dringend

6°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
6°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Französisch schon im Vorschulalter

Saarbrücken. Die FDP will im Falle einer Regierungsbeteiligung nach der Landtagswahl dafür sorgen, dass das erste Kindergartenjahr analog zum dritten für alle Eltern kostenfrei wird. Das geht aus einem Entwurf des Landesvorstands der Liberalen für das Bildungs- und Familienkapitel im Wahlprogramm hervor, wie Parteichef Christoph Hartmann in einem Gespräch mit der Saarbrücker Zeitung mitteilte.
Darüber hinaus wollen die Liberalen längerfristig sogar alle Kindergartenjahre für Eltern beitragsfrei gestalten. Der Besuch des letzten Kindergartenjahres soll zudem für jedes Kind zur Pflicht werden. Hartmann will ferner erreichen, dass künftig in den Kindergärten flächendeckend eine Fremdsprache erlernt wird – und zwar mit Hilfe muttersprachlicher Fachkräfte. Die geografische Lage des Saarlandes mache dabei den Schwerpunkt Französisch wünschenswert, sagte er.
Nicht nur die Leitung, sondern die gesamte Leitungsebene einer Kindertagesstätte sollte nach Ansicht der Saar-Liberalen künftig einen akademischen Abschluss haben. Um Kindergärten zu „anspruchsvollen Bildungsgärten“ zu machen, müsse außerdem die Ausbildung aller pädagogischen Fachkräfte erneuert werden.
Der FDP-Landeschef fordert zugleich kleinere Klassen in der Grundschule und für alle weiterführenden Schulen ein flächendeckendes Angebot an gebundenen Ganztagsschulen mit Vor- und Nachmittagsunterricht für alle Schüler. Beim achtjährigen Gymnasium („G 8“) schlagen die saarländischen Liberalen vor, die Zahl der Unterrichtsfächer zu verringern. Auch Förderschulen sollen nach dem Willen der FDP künftig in der Regel als Ganztagsschulen vorgehalten werden. Ferner soll die sonderpädagogische Kompetenz der Förderschulen auch in den Regelschulen genutzt werden, wenn Schüler dort Lern- und Verhaltensprobleme haben. Es soll zudem die Möglichkeit eingeführt werden, Schüler aus Regelschulen für sechs Monate auf Probe in einer Förderschule zu unterrichten.
Die von der CDU beschlossene Senkung der Einstiegsgehälter neuer Realschullehrer will Hartmann im Falle einer Regierungsbeteiligung wieder rückgängig machen. Darüber hinaus fordert er allgemein eine „gerechtere Besoldung, bei der die Wahrnehmung zusätzlicher Tätigkeiten in der Schule durch ruhegehaltsfähige Zulagen auf Zeit honoriert wird“.
Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein