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Frau (17) nach der Disko in Homburg vergewaltigt

Saarbrücken. Weil sie im Frühjahr 2008 in Homburg eine Frau (17) stundenlang vergewaltigt haben, hat das Saarbrücker Landgericht zwei Männer zu zwei Jahren Gefängnis auf Bewährung verurteilt. Außerdem müssen die Angeklagten der jungen Frau 8000 Euro Schmerzensgeld zahlen.

Die Männer hatten das nach anfänglichem Zögern vor Gericht zugegeben und so ihrem Opfer die Aussage und das erneute Durchleben der Tatnacht im Prozess erspart. Das werteten die Richter als strafmildernd. Ohne Geständnisse hätten es vier bis fünf Jahre Haft ohne Bewährung werden können. Das Mädchen und die damals 23 und 25 Jahre alten Angeklagten hatten sich im Mai 2008  kennen gelernt. Der ältere der beiden gefiel der jungen Frau. Sie tanzten in einer Disko, redeten und schließlich ging sie mit ihm nach Hause.


"Kumpel kommt gleich vorbei und macht mit"

Dort hörten die beiden Musik, konsumierten wohl auch Haschisch. Dann gingen sie ins Schlafzimmer, um miteinander zu schlafen. Aber daraus wurde nichts. Plötzlich erklärte der Mann der 17-Jährigen, dass gleich sein Kumpel kommen und mitmachen werde.
Das wollte die Frau nicht. Schon gar nicht wollte sie all das, was in den folgenden Stunden passierte. Die Richter fassten dies kurz so zusammen: Die beiden Männer hatten die Frau wie ein Objekt behandelt, hin und her gedreht,  um ihre sexuellen Gelüste auf unterschiedliche Art zu befriedigen. Immer wieder und abwechselnd. Die Proteste und die Abwehr des Mädchens hätten sie weggewischt. Dazu sagte das Opfer vor Gericht: „Ich dachte, sie bringen mich um.“ Aber irgendwann hörten die Männer auf und ließen die Frau gehen. Sie hatte äußere Verletzungen, die zwischenzeitlich verheilt sind.


Nach der Tat wollte die Frau sich umbringen


Die psychischen Folgen der Tat heilen offenbar nicht so schnell. Kurz nach der Vergewaltigung hatte die 17-Jährige versucht, sich umzubringen.  Ihre Mutter brachte sie dann dazu, professionelle ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Außerdem wartet die junge Frau nun auf einen speziellen Therapieplatz.

Aber die Wartezeit ist lang. Trotz all dem meinte der Anwalt des Opfers: Seine Mandantin und er seien mit der relativ milden Bewährungsstrafe einverstanden. Die beiden Angeklagten hätten ihre Taten zugegeben und sich entschuldigt. Und sie würden nun für ihre Taten verurteilt. Darauf komme es letztlich an –  weniger auf die Höhe der einzelnen Strafen. wi
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