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Frau (49) tötet Lebenspartner (64) mit 8 Messerstichen

Saarbrücken/St.Ingbert. Der Prozess um den gewaltsamen Tod eines bekannten Organisten und Musiklehrers ging gestern nach zwei Verhandlungstagen vor dem Saarbrücker Landgericht zu Ende. Mit der Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren blieb das Gericht unter dem Antrag der Staatsanwältin; diese hatte auf acht Jahre plädiert.

Die 49-jährige Angeklagte hat den 64-Jährigen, ihren früheren Lebenspartner, am 27. Juni 2009 in seiner Wohnung mit acht Messerstichen getötet. Das Gericht ging von verminderter Schuldfähigkeit aus. Die Frau gilt als Alkoholikerin und neigt im Rausch zu Gewalt. Daher wurde zusätzlich die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt angeordnet.

In der Urteilsbegründung ließ der Richter das Leben der Frau Revue passieren. Schon früh erlebte sie demnach in ihrer Familie Gewalt. Mit 16 Jahren bekam sie ihr erstes Kind. Zwei Ehen scheiterten. Als ihr zweiter Mann sie mit zwei weiteren Kindern sitzen ließ, unternahm sie einen Selbsttötungsversuch.

Ihr Lebenspartner und früherer Musiklehrer soll sie als minderjährige Schülerin mißbraucht haben


Durch Zufall traf sie dann ihren früheren Musiklehrer, das Opfer, wieder. Beide gingen eine Beziehung ein. Doch diese war vorbelastet. Schon als minderjährige Schülerin soll er sie sexuell missbraucht haben. Wegen des Bildungsunterschiedes habe er sie gedemütigt. Er, der Mann mit einem Doktortitel – sie, die Frau ohne Lehrabschluss. So kann es vor der Tat gewesen sein, beide stritten, sie drohte ihn zu töten. Er lachte sie aus. Da griff sie zum Küchenmesser. Am Ende des Prozesses bat sie die Angehörigen erneut um Verzeihung. Der Anwalt der Hinterbliebenen und die Verteidigerin hatten keine Anträge zum Strafmaß gestellt. Die Frau nahm das Urteil an. jht

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