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Frauen-Handball: HSG Dudweiler gewinnt gegen HC Fischbach

Fischbach. Schon wieder ist es Denise Erkel, Torhüterin der HSG Dudweiler, die den Angriff des großen Konkurrenten HC Fischbach vereitelt. Ein langer Pass quer durch die ganze Halle auf ihre Vereinskameradin Silke Rohe, die jetzt ein leichtes Spiel hat. Allein vor dem Fischbacher Tor trifft sie zum 15:7 (29. Minute). Die Handballerinnen des HC Fischbach, die der HSG mit Blick auf die Tabellenführung eigentlich einen harten Kampf liefern wollten, können nur noch zuschauen.

Und so ist es nicht verwunderlich, dass HC Fischbach am Samstagabend in eigener Halle das mit Spannung erwartete Saarlandliga-Derby gegen die starke HSG Dudweiler mit 19:25 (7:16) verliert. Gerade die erste Halbzeit haben die Fischbacher Frauen komplett verschlafen. Die ersten zehn Minuten sind noch ausgeglichen, aber dann starten die Gäste so richtig durch. „Wir haben gezeigt, was wir draufhaben“, freute sich HSG-Spielerin Sabine Sattler, „und wir haben losgelegt wie die Feuerwehr.“

In der Tat: Die HSG Dudweiler lässt den HC Fischbach sieben Minuten lang nicht mehr zu einem anständigen Abschluss kommen, macht selbst ein Tor nach dem anderen und baut ihre Führung vorentscheidend auf 16:7 aus. „Die erste Halbzeit haben wir verpennt“, gesteht Fischbachs Kerstin Karp, „aber in der zweiten Hälfte haben wir uns gut verkauft.“ Für einen Erfolg aber zu spät.

Immerhin: Nach der Pause fängt Fischbach an zu kämpfen, steht kompakter in der Abwehr. „Ausschlaggebend war die Aussprache mit unserem Ersatzcoach Martin Schwarzwald“, sagt Fischbachs Spielerin Tanja Fuchs, „er hat uns gesagt, dass wir besser sind und mehr können als das.“ Trotz einer Leistungssteigerung kann der HC Fischbach den Neun-Tore-Rückstand zur Halbzeit nicht mehr aufholen und verliert schließlich mit 19:25.

Die Enttäuschung über die Niederlage gegen den Tabellenführer hält sich allerdings in Grenzen. „Nach dem Spiel in der letzten Woche gegen den ASC Quierschied war eine Wiedergutmachung angesagt“, erinnert Kerstin Karp an die 25:30-Niederlage, „und in großen Teilen hat es auch schon besser geklappt. Wir haben eben eine dünne Personaldecke, und Dudweiler hat eine starke Mannschaft.“

Und obwohl die HSG Dudweiler durch diesen Sieg die Spitzenposition in der Saarlandliga behauptet hat, bleibt die Fischbacher Mannschaft zuversichtlich. „Die Saison ist noch lang, es kann noch viel passieren. Wir müssen einfach den Knoten zum Platzen kriegen“, sagt Kerstin Karp, und ihre Vereinskameradin Tanja Fuchs ergänzt: „Wir müssen einfach wieder die Stärke zeigen, die wir auch am Anfang der Saison gezeigt haben.“

Die HSG Dudweiler ist übrigens der gleichen Meinung. „Der Sieg war noch keine Vorentscheidung, man kann überall Punkte lassen“, warnt Sabine Sattler, „da ist noch nichts entschieden.“ Mit der Entwicklung ihres eigenen Teams ist die Spielführerin sehr zufrieden. Die Mannschaft müsse zwar noch mehr am Zusammenspiel und Routine arbeiten, wie Sattler meint, aber sie sei auf dem besten Wege.

Die Fischbacherinnen hingegen wollen sich in der Weihnachtspause erst einmal regenerieren, damit sie im neuen Jahr richtig angreifen können – und damit sie der HSG Dudweiler im Kampf um die Meisterschaft tatsächlich einen harten Kampf liefern statt nur zuschauen können.

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