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Frauen, Liebe, Sex, Tod und Teufel: Saarbrücker Band Honey Creek produziert ihre erste CD mit eigenen Stücken

Honey Creek haben eine CD produziert.

Honey Creek haben eine CD produziert.

„Devil's Lullaby – das ist das Gute-Nacht-Lied des Teufels, das letzte Lied, das man jemals hört“, sagt Michael Reufsteck. Für ihn, James Boyle, Holger Janes und Martin Donner liegt in diesem Ende ein Anfang. Die vier Männer sind Honey Creek. Und sie haben ihre erste CD „Devil's Lullaby“ genannt, eine Folkballade, wie Reufsteck sagt, die genau so „überraschen“ wird, wie die 13 anderen Titel auf der CD.

„Irgendwann“, erinnert sich Reufsteck, „hat James angefangen, ein Stück zu schreiben“. Das Stück hat die Band bei einem Auftritt einfach gespielt, zwischen den Hits international erfolgreicher Bands – „und die Leute haben gar nicht gemerkt, dass das kein Klassiker ist, sondern von uns“, sagt Reufsteck. Dann sei „die Kreativität regelrecht explodiert“.

James Boyle hat weitere Songs geschrieben, auch ein etwa sechs Jahre altes eigenes Country-Stück wieder aus der Schublade geholt. Reufsteck hat Auszeiten in Südfrankreich und Italien zum Schreiben genutzt. James, der aus Kalifornien stammt, im Englischen also mit den Feinheiten der Sprache spielen kann, hat Reufstecks Texte bearbeitet, ihnen damit noch mehr Kraft gegeben. „Wir wollten nicht nur Texte benutzen, die sich irgendwie reimen. Was wir da machen, kommt tief aus dem Herzen“, sagt Reufsteck

Im Studio wurde dann noch mal an den Texten gefeilt. Da traf der Kalifornier James Boyle nämlich auf en Briten J. P. Harper. Harper gehören die Rogue Studios in Neunkirchen-Furpach. Und der Mann ist das, was man ein Rock-Fossil nennen kann. Die Arbeit mit ihm sei eine der intensivsten Erfahrungen seines Lebens gewesen, sagt Reufsteck. Und für den Honey-Creek-Sänger James Boyle waren die Begegnungen mit Harper auch ein Ringen um Sprache. So ein Brite und so ein Kalifornier – die seien sich nicht immer einig gewesen, wie man etwas im Englischen am besten ausdrückt, sagt Reufsteck.

Die Arbeit im Studio ist beendet. Reufsteck hat inzwischen ein eigenes Label gegründet, das die CD auf den Markt bringt. Es heißt Kawumm – wie der Laden am St. Johanner Markt, den Reufsteck seit einer gefühlten Ewigkeit betreibt.

Und als Produzent hat er sich für eine aufwendige Version der CD-Verpackung entscheiden. Es wird ein dickes Booklet mit den kompletten Texten geben. Man könne diese Texte nämlich auch ohne Musik genießen – wie Gedichte. „Frauen, Liebe, Sex , Tod und Teufel“ – so fasst Michael Reufsteck deren Inhalt zusammen.

So erzählen Honey Creek zum Beispiel die Geschichte einer Frau, die nur noch bei Licht schlafen kann, seitdem ihr Mann tot ist. Da gibt es die Liebeserklärung eines Mannes, der viel erlebt hat, alles gehabt hat – aber doch nichts, wenn es ihm nicht gelingt, jetzt diese eine Frau zu erobern.

Und da gibt es die Story dieses Mannes, der einen anderen Mann umgebracht hat, weil er dessen Frau begehrt. 30 Jahre später ist er aber immer noch nicht mit dieser Frau zusammen. Und er hat nur noch eine Hoffnung im Leben: dass ihn der Teufel endlich holen kommt.

Honey Creek präsentieren ihre CD am Samstag, 30. April, 20 Uhr, mit einer Lichtshow im Kunstwerk Saarbrücken , Scheidter Straße 1.

honeycreek.de

 
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