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Frauen-Mörder kommt nicht aus dem Hochwald

In den Jahren 1962 und 1972, da Lydia Schürmann und Heiderose Berchner umgebracht wurden, war der jetzt festgenommene Mann noch nicht geboren.

In den Jahren 1962 und 1972, da Lydia Schürmann und Heiderose Berchner umgebracht wurden, war der jetzt festgenommene Mann noch nicht geboren.



Weiskirchen.
Noch vor zwei Wochen zeigte sich Hauptkommissar Knut Packmor sicher, dass der Doppelmörder, der 1963 Lydia Schürman (13) und 1970 die Prostituierte Heiderose Berchner umgebracht hat, den Fahndern bald ins Netz gehen würde.

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Die Spur führte die Fahnder in die Hochwald-Region, weil von dort aus mehrere Bekenner-Schreiben an verschiedene Polizeidienststellen abgeschickt worden waren. Ins Weiskircher Rathaus wurde ein Brief verschickt, in dem sogar gedroht wurde, DJ Ötzi bei einem Auftritt in dem Kurort zu töten. Fingerabdrücke und DNA-Spuren auf allen Briefen waren identisch. Am 6. November wurden ersten Senioren Speichelproben entnommen.

Dann die Wende: Ein Postbote entlarvte den anonymen Briefeschreiber. Die Handschrift auf einer Postkarte erinnerte ihn an die Schriftzüge, mit denen die Polizei seit Wochen nach einem Mörder fahndete. Doch der Schreiber der Karte kann nicht der Täter sein: Zu den Tatzeiten war er noch gar nicht geboren. Die Weiskircher können aufatmen, unter ihnen lebt laut Polizei wahrscheinlich kein Mörder. Der Massengentest wurde abgesagt. Wie sich herausstellte, hatte sich der Gestörte sein Detailwissen zu den alten Mordfällen etwa aus der Sendung Aktenzeichen XY…ungelöst beschafft. Kripobeamte stießen bei der Durchsuchung seiner Wohnung am Montagabend auf ein riesiges Medienarchiv bis zurück in die 60er Jahre.

Der Mann selbst befindet sich freiwillig in einer Psychiatrie. Gegenüber den Beamten gestand er alles. Grund für die Taten nach Angaben der Ärzte: Wunsch nach Aufmerksamkeit. Jetzt wird gegen ihn wegen Bedrohung, versuchter Strafvereitelung und Vortäuschung einer Straftat ermittelt.
szn/Anca Klein 
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