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Frauenfußball: 1. FC Saarbrücken stellt sich neu auf

Der 1. FC Saarbrücken hat seine weibliche Jugend komplett neu aufgestellt. Ein neuer Jugendleiter und ein neues Trainer-Team sollen die Nachwuchsspielerinnen noch besser als bisher fördern.

Der 1. FC Saarbrücken hat seine weibliche Jugend komplett neu aufgestellt. Ein neuer Jugendleiter und ein neues Trainer-Team sollen die Nachwuchsspielerinnen noch besser als bisher fördern.

Luisenthal. Es zählt zur Philosophie der Fußball-Frauen des 1. FC Saarbrücken, dass regelmäßig Nachwuchsspielerinnen aus der eigenen Jugend in den Bundesliga-Kader übernommen werden. Das liegt einerseits am Personalmanagement des FCS, das in diese Richtung zielt, andererseits aber an der guten Nachwuchsarbeit des Vereins. Unter neuer Leitung soll diese jetzt weiterhin Früchte tragen und das vorhandene Potenzial noch besser als zuvor ausgeschöpft werden.

Neues Trainer-Team

Seit der aktuellen Saison hat August Leugers-Scherzberg die Leitung der Abteilung von der langjährigen Verantwortlichen, Renate Dill-Seiffer, übernommen. Als Vater der Jugendnationalspielerin Elisabeth Scherzberg, die seit dieser Spielzeit im Bundesliga-Kader des FCS steht, kennt er den Werdegang eines saarländischen Fußballtalentes aus der eigenen Familie. Zusammen mit seinem Sohn Florian Scherzberg betreut der 52-Jährige die E- und D-Jugend des Vereins. Ebenfalls neu im Trainerteam sind Kai Klankert (B-Jugend, Regionalliga), der auch an der Eliteschule für Frauen- und Mädchenfußball tätig ist, sowie die bundesliga-erfahrene FCS-Spielerin Michaela Collisi (C-Jugend).

Vom Konzept der Nachwuchsförderung beim FCS hat Leugers-Scherzberg genaue Vorstellungen. Basis dafür ist, nach einer Bestandsaufnahme der Jugendriege, die Zusammenarbeit mit dem Saarländischen Fußballverband und dem Deutschen Fußballbund, aber auch mit anderen Vereinen zu verbessern.

Partnerschaft mit anderen Vereinen

Grundlage ist die Eingliederung der geförderten Mädchen in den Jungenfußball. „Verband und DFB legen großen Wert darauf, dass talentierte Spielerin in Jungenmannschaften eingesetzt werden und sich somit besser entwickeln können“, erläutert der Jugendleiter. Diesbezüglich hatte der FCS laut Leugers-Scherzberg Nachholbedarf. Da die männliche Jugend des FCS auf einem hohen Niveau spielt und sowieso wenige Plätze zu vergeben hat, ist es fast nicht möglich, weibliche Gastspielerinnen vereinsintern einzugliedern. Die Partnerschaft mit anderen Vereinen ist also eine Grundlage des Konzepts. „Ich unterstütze die Eingliederung der Mädels in Jungenmannschaften“, erklärt Leugers-Scherzberg, „die Spielerinnen können in anderen Vereinen bei den Jungen mitspielen und parallel bei uns in den Mädchenteams“. Lediglich die Tatsache, dass die Gastspielerinnen in anderen Vereinen nicht immer adäquat gefördert und eingebunden werden, sei weiterhin ein Problem. Dafür müsste nach Meinung des Jugendleiters das Konzept des Verbandes optimiert werden. „Bei den Jungs verbessern die Mädchen Athletik und Zweikampfstärke, bei den Mädchen verbessern sie ihre Technik“, sagt August Leugers-Scherzberg. Besonders in den Altersklassen E- und D-Jugend soll diese breite Förderung fruchten.

Schritt in die Bundesliga schaffen

In den Altersklassen darüber, der C- und B-Jugend, soll leistungssportlicher gearbeitet werden – mit einem klaren Ziel. „Die Mädchen sollen an das Niveau der Frauen-Regionalliga und sogar Bundesliga herangeführt werden“, sagt August Leugers-Scherzberg, „und dafür müssen sie in einer starken Mädchen-Mannschaft spielen“. Dieser Gedanke beinhaltet eine Sondierung der Spielerinnen, eine intensive Förderung und dementsprechend gutes Trainerpersonal, das in den Augen des Abteilungsleiters absolut vorhanden ist.

Vorteilhaft für die Entwicklung der Spielerinnen sei, dass sie beim FCS die Chance haben, den Schritt in die Bundesliga zu schaffen. Leugers-Scherzbergs Tochter ist ein gutes Beispiel, schließlich hat sie am vergangenen Sonntag ihre erste Erstliga-Partie bestritten. „Deswegen ist der FCS für Talente von außerhalb auch so interessant“, sagt der Jugendleiter. Ein weiterer Aspekt sei die Eliteschule des Mädchenfußballs in Saarbrücken. „Das ist hier eben anders als sonstwo“, erklärt Leugers-Scherzberg.

Neue Heimat in Luisenthal

Der Leistungsstand des FCS-Nachwuchses ist dementsprechend hoch. Mit Alessia Jochum, Jana Schwarz und Jannika Kowatzki stehen momentan drei Spielerinnen des FCS in der Sichtung des DFB für die U15 und U16-Kader. „Wir haben ganz hervorragende Talente“, lobt der neue Verantwortliche. Sowieso ist deren Leistung immer höher anzuerkennen, da der Leistungsstand im Frauenfußball ansteigt.

Zur optimalen Ausbildung der Mädchen hat der FCS jetzt mit dem Kunstrasenplatz in Völklingen-Luisenthal auch eine geeignete Trainings- und Wettkampfstätte gefunden, die im Vergleich zu den vorherigen Adressen, laut Leugers-Scherzberg, eine „schöne und angemessene Anlage“ und eine klare Verbesserung darstellt. Dort spielen also jetzt die Bundesliga- und Nationalspielerinnen von morgen. „

Hintergrund

Die B-Mädchen des 1. FC Saarbrücken starten am Samstag in die Saison 2010/2011 in der vor einem Jahr eingeführten Regionalliga. Erster Gegner um 16 Uhr auf dem Kunstrasen in Luisenthal ist der TuS Wörrstadt. Darüber hinaus trifft der FCS auf die Saar-Rivalen SV Bardenbach und FSV Jägersburg sowie auf den SC Bad Neuenahr, die TSG Drais, den SV Nusbaum, den TuS Issel, den TSV Gau-Odernheim, den SC Siegelbach und den 1. FFC Niederkirchen. red

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