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Frauenfußball: FCS verliert erstes Saison-Heimspiel


Saarbrücken. 530 Zuschauer im Saarbrücker Kieselhumes-Stadion sahen gestern ein Bundesliga-Spiel, das an Spannung und Emotionen kaum zu überbieten war. Beim 2:3 (1:2) der Fußball-Frauen des 1. FC Saarbrücken gegen den VfL Wolfsburg gingen beide Mannschaften körperlich und psychisch an ihre Grenzen. Bei tropischen Temperaturen, so VfL-Trainer Ralf Kellermann, hatte es der ersatzgeschwächte FCS vor allem Torfrau Romina Holz zu verdanken, dass er lange auf einen Punktgewinn hoffen konnte – obwohl es schon nach 15 Minuten nach einem hohen Sieg der Gäste roch.
Einen Foulelfmeter in der 5. Minute – verursacht von Sarah Schatton an Martina Müller – verwandelte Navina Omilade zum 0:1. Kurz danach tauchte Müller nach einem Fehlpass in der FCS-Abwehr allein vor Holz auf und erzielte das 0:2 (13. Minute). Die Gäste vergaben danach beste Chancen – und luden den FCS zu Konterchancen ein. Die erste vergab Cynthia Uwak: Sie traf nur den Pfosten (18.). Bei der zweiten klappte es besser. Wolfsburgs Torfrau Alisa Vetterlein wehrte einen Schuss von Christina Arend vor Uwaks Füße ab, die nur abstauben musste – das 1:2 (22. Minute). Doch der FCS ließ weiterhin zu viele Torchancen zu. Allein Holz, die fünf Mal in 1:1-Situationen retten konnte, war es zu verdanken, dass das Spiel offen blieb.
Kurz vor der Halbzeit waren die Gäste dann nur noch zu zehnt. Omilade konnte Arend nur mit einer Notbremse stoppen und sah Rot (44.). Den fälligen Freistoß setzte Sarah Schatton über das Tor. In Hälfte zwei drängte der dezimierte VfL auf die Entscheidung – das Tor erzielte Saarbrücken: Uwak traf in der 67. Minute mit einem Schuss in den Winkel zum 2:2.
Der Ausgang der Partie war nun völlig offen. Wolfsburg nutzte schließlich eine seiner vielen Chancen: Zsanett Jakabfi erzielte nach einem Konter den Siegtreffer (78.). Zu allem Unglück prallte die eingewechselte und von einem Meniskusschaden wiedergenesene Ann-Kathrin Schinkel mit VfL-Torfrau Vetterlein zusammen (84.). Die Partie war minutenlang unterbrochen. Beide kamen mit Platzwunden am Kopf ins Krankenhaus. „Alle sind heute über die Schmerzgrenze gegangen“, sagte FCS-Trainer Stephan Fröhlich, „Moral und Teamgeist meiner Mannschaft waren sensationell“.

 



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