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Frauenleiche in einem Waldstück bei Nünschweiler entdeckt

Eine Hundertschaft der Polizei durchkämmte das Waldstück bei Nünschweiler. Dort wurde die vergrabene Leiche entdeckt.

Eine Hundertschaft der Polizei durchkämmte das Waldstück bei Nünschweiler. Dort wurde die vergrabene Leiche entdeckt.

Nach einer Suchaktion hat die Polizei am Dienstagabend in einem Waldstück bei Nünschweiler eine Frauenleiche entdeckt. Mit größter Wahrscheinlichkeit, wie es ein Polizeisprecher ausdrückte, handelt es sich dabei um die vermisste 29-jährige Nicole Pupo aus Nünschweiler, die wohl einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist. Es bleiben noch viele Fragen, auf die Polizei und Staatsanwaltschaft eine Antwort geben müssen. Erste Aufschlüsse sollen die Ergebnisse der Obduktion der Leiche ergeben, die für den heutigen Freitag erwartet werden. Sie soll nicht nur einwandfrei die Identität klären, sondern auch die Frage nach der Todesursache beantworten. Längst angelaufen ist beim Polizeipräsidium Kaiserslautern nach dem grausigen Fund auch die Suche nach dem Täter, der die Leiche im Wald auf der Nünschweiler Gemarkung „Plauelwald“ verscharrt hat.

Nicole Pupo wurde seit dem frühen Pfingstmontagmorgen vermisst, nachdem sie von einer Verwandten nach einem Diskothekenbesuch in Kaiserslautern in ihrem Heimatort Nünschweiler abgesetzt worden war (wir berichteten). Trotz intensiver Fahndungsaufrufe und Suchaktionen – teilweise mit einem Hubschrauber – blieb die zweifache Mutter spurlos verschwunden. Zu Wochenbeginn setzte die Polizei ihre Suche fort, nachdem sie neue Informationen über mögliche Aufenthaltsorte der vermissten jungen Frau hatte – das Ortungsprofil des Handys von Nicole Pupo hatte wichtige Hinweise gegeben. An mehrenen Stellen in Nünschweiler und der Umgebung, an denen sie sich aufgehalten haben könnte, forschten die Ermittler nach Spuren der vermissten Frau, bis sie am Dienstagabend in dem Waldstück südlich der alten B 10 (Landesstraße 471), kurz vor der Bärenhütte, auf die neben einem Waldweg vergrabene Leiche stießen.

Bis in die späten Abendstunden dauerte die Bergung des Leichnams, zu der die Spurensicherung, eine Rechtsmedizinerin der Uni-Klinik Homburg und der zuständige Staatsanwalt hinzugezogen wurden. Für Mittwoch war die Obduktion geplant, deren Ergebnisse noch ausstehen. Die zuständige Staatsanwaltschaft Zweibrücken machte deutlich, dass die Ermittlungen noch ganz am Anfang stehen. Zwar suchte die Polizei am Mittwochmorgen die Umgebung der Fundstelle – auch mit Metalldetektoren – ab, aber die Ermittler wissen noch nicht, wonach sie suchen sollen. Schließlich müsse zunächst einmal geklärt werden, wie die Frau zu Tode gekommen ist – und dass sie es wirklich ist. Jedoch sei zu „99 Prozent davon auszugehen“, dass es sich um Nicole Pupo handelt.

In Nünschweiler herrscht indessen große Betroffenheit darüber, dass die vermisste junge Mutter wohl getötet worden ist. Bis zuletzt habe die Bevölkerung auf ein gutes Ende gehofft, erklärte Ortsbürgermeister Horst Wonka, viele Nünschweiler denken nun an das Schicksal der beiden Kinder.
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