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Freie Fahrt: Radweg-Lücke an der L 105 bei Kleinblittersdorf soll 2011 verschwinden

Radfahrer und Fußgänger müssen sich nicht mehr lange mit der gefährlichsten Lücke im Kleinblittersdorfer Wegenetz herumschlagen. Bald fügen Straßenbauer einen 600-Meter-Streifen an die L 105 an. Am 20. September startet die Ausschreibung für das 300.000-Euro-Vorhaben.

Kleinblittersdorf/Bliesransbach. Die 600-Meter-Lücke im Radweg an der Landesstraße 105 zwischen Kleinblittersdorf und Bliesransbach soll im Frühjahr 2011 geschlossen sein. Das teilte der Landesbetrieb für Straßenbau (LfS) gestern auf Anfrage der Saarbrücker Zeitung mit. Noch vor vier Wochen hieß es, das Land habe wegen der teuren Straßenreparaturen nach dem strengen vorigen Winter kein Geld mehr und müsse den Weiterbau auf 2011 verschieben. Ursprünglich sollte der Weg sogar 2009 fertig sein. Bürgermeister Stephan Strichertz, Ortsvorsteher Günter Lang und viele Bliesransbacher und Kleinblittersdorfer ärgerte die erneute Verzögerung nach 20 Jahren nervendem Warten sehr. Denn die Gemeinde hat lange mit den Eigentümern der Grundstücke verhandelt, die für den Weg einen Streifen ihres Landes verkaufen mussten.

Einen gehörigen Anteil am Durchbruch beansprucht der Kleinblittersdorfer Grünen-Chef Günter Melchior für sich. Er habe mit Grünen-Staatssekretär Dieter Grünewald einen Mitstreiter für den Radweg gefunden.

Grünewald gestern zur SZ: "Ich verfolge die Diskussionen um diesen Radweg auch schon sehr lange, und es wird Zeit, dass etwas passiert." Nun sei Geld frei geworden, mit dem der Weg fertig gestellt wird.

LfS-Pressesprecher Klaus Kosok zufolge geht es nun nur noch um Details. "Es wird geprüft, ob am Ortseingang von Bliesransbach eine Mittelinsel auf der Fahrbahn installiert wird. Bis zum 17. September sollen diese Planungen abgeschlossen sein", sagt Kosok weiter. Ab dem 20. September solle die Ausschreibung für das 300-000-Euro-Vorhaben laufen.  Spatenstich könne noch im Dezember sein.

"Erfahrungsgemäß dauert das Ausschreibungs-Prozedere zehn Wochen, so dass im Dezember mit dem Weiterbau des Radweges begonnen werden kann. Vorbereitende Maßnahmen wie Erdarbeiten und Rodungen sind in diesem Jahr, je nach Wetter, in jedem Fall noch möglich", sagt Kosok. Im Frühjahr 2011 soll das 623 Meter lange und 2,50 Meter breite Wegstück fertig sein.

Im Winter ist Kosok zufolge nicht mit der Fertigstellung zu rechnen. "Um die Asphaltdecke aufzubringen, darf es nicht zu kalt sein. Deshalb ist es wahrscheinlich, dass der Radweg erst im kommenden Jahr fertiggestellt wird. Die Bauzeit soll zehn bis zwölf Wochen betragen", sagt der LfS-Mitarbeiter. leh

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