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Freie Fahrt für Schlitten- und Skifans in der Region

Den schneebedeckten Bergen in Rheinland-Pfalz können viele Wintersportfans nicht widerstehen: Mit Schlitten und Skiern zogen sie am Wochenende vielerorts in Scharen los und brausten die Hänge hinab - auch wenn die Schneedecke nur wenige Zentimeter dick war. Vor allem Gebiete mit Kunstschnee erfreuen sich großer Beliebtheit, denn sonst fehlen schnell ein paar Zentimeter Pistenbelag für ungestörtes Ski-Vergnügen. Für das Langlaufen reicht die weiße Pracht stellenweise noch nicht aus, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur am Montag ergab.

Großer Andrang herrschte am Wochenende etwa an der Piste des Ski-Clubs (SC) Kirburg im Westerwald. „Mehr Leute hätten es nicht sein dürfen“, sagte der SC-Vorsitzende Walter Runkel. Das hätte der einzige Lift an der Strecke nicht bewältigen können. Für das Skilaufen seien die Verhältnisse ideal gewesen, ergänzte Runkel. Zwar seien in der Region nur rund zehn Zentimeter Neuschnee gefallen, doch auf der Kirburger Piste liege schon seit rund zwei Wochen Kunstschnee. Daher sei der Besucherandrang am vorangegangenen Wochenende bereits ähnlich groß gewesen. „Unsere Stammgäste kommen vor allem aus Koblenz und Neuwied“, berichtete Runkel.

Wer in der Gegend von Prüm in der Eifel die Langlaufski anschnallen will, der sollte umdisponieren. „Langlauf geht gar nicht, wir haben dafür viel zu wenig Schnee“, sagte eine Mitarbeiterin der Tourist-Information für das Prümer Land. Wer auf Naturschnee fahren wolle, für den seien die Bedingungen nicht optimal.

Anders sieht das im Wintersportgebiet Wolfsschlucht drei Kilometer nordwestlich von Prüm aus, wo die Piste künstlich beschneit wird. In der 570 Meter hohen Region gibt es nach Angaben der Tourist-Information deshalb eine Schneehöhe von 30 bis 40 Zentimetern. „Die sind seit Weihnachten am Fahren“, berichtete die Mitarbeiterin. Nach einem umtriebigen Wochenende ist dort nun vorerst bis Mittwoch Schluss, dann wird der Lift wieder angeworfen.

„Sehr viel Betrieb“ gab es nach Angaben des örtlichen Skiverleihs am Wochenende im größeren Wintersportgebiet „Schwarzer Mann“ bei Prüm. Knapp zehn Zentimeter Schnee lägen auf dem 697 Meter hohen Berg, berichtete Edgar Kausen vom Skiverleih. Das reiche nicht unbedingt zum Skifahren, aber: „Rodeln ist auf jeden Fall möglich.“ Und obwohl am Wochenende weder Ski- noch Rodellift eingeschaltet waren, rutschten laut Kausen viele per Ski oder Schlitten zu Tal und liefen danach zu Fuß den Hang hoch. Auch am Idarkopf - einem 746 Meter hohen Berg im Hunsrück - war Rodeln am Montag möglich, wie die Ansage des Idarkopf-Info berichtete.

Am nordpfälzischen Donnersberg sind zwar insgesamt zwölf Kilometer an Langlauf-Loipen gespurt, aber: „Wir bräuchten eigentlich noch mehr Schnee“, sagte die Vorsitzende des Ski-Clubs Donnersberg, Lieselotte Graf. Derzeit seien es etwa 15 Zentimeter Schnee. Besser wären 20 oder 25 Zentimeter. Derzeit reiße die Maschine beim Spuren der Loipen noch immer mal wieder Steine aus dem Boden nach oben. Wer auf Langlauf-Ski unterwegs sei, müsse also ab und zu einen Stein in Kauf nehmen.

Früher gab es am Donnersberg auch mal einen Ski-Lift. Der kam in die Jahre und wurde aufgegeben, weil ein neuer zu teuer war. „Das lohnt sich hier einfach nicht“, sagte Graf. Ausreichend Schnee sei im Winter am Donnersberg nicht garantiert. Und so müssen die rund 300 Mitglieder des Clubs, der am Wochenende 40-jähriges Bestehen feiert, zum Skifahren in die höheren Berge fahren. Der Donnersberg ist mit 687 Meter der höchste Berg der Pfalz.

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