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Freigestellte Beamte sollen bei Asylanträgen helfen

Sie schlafen Kopf an Kopf. Sitzen in Zelten. Warten. Täglich kämpfen sie gegen Sorgen und vor allem gegen Langeweile. Doch ihr Leben planen – das können Flüchtlinge kaum. Dazu muss erst ihr Asylantrag genehmigt werden. Und das dauert. Im Saarland zieht sich das Asylverfahren über 4,4 Monate. Der Bundesschnitt liegt bei 5,2 Monaten.

Viel zu lange, findet Saarlands Innenminister Klaus Bouillon ( CDU ). Er hat daher einen Plan entwickelt: Künftig sollen freigestellte Beamte dazu beitragen, die Bearbeitungszeit von Asylanträgen auf einen Tag zu verkürzen. Wie der SR berichtete, habe der Minister bereits bei 52 Bahnbeamten angefragt. Auch andere Unternehmen arbeiten mit dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) zusammen. Auf freie Stellen beim Bamf haben sich bis Anfang Dezember bundesweit über 550 Mitarbeiter der Telekom beworben. „Davon haben über 180 eine feste Zusage“, sagt Telekom-Sprecher Christian Schwolow. Die Deutsche Post ist ebenfalls in der Flüchtlingshilfe aktiv. „Im Januar wechseln im Saarland drei Beamte , um das Bamf zu unterstützen“, sagt Sprecher Achim Gahr. Zwei weitere Mitarbeiter seien gemeldet.

Mehr Personal soll also her. Um die Bearbeitungszeit zu beschleunigen, wird Bouillon mit der Arbeitsagentur und dem Bamf ein Modellprojekt starten. Das bestätigte Katrin Thomas, Sprecherin beim Innenministerium. In dem Bearbeitungsprozess sollen Bundes-, Landes- und Kommunalbeamte von der Flüchtlings-Erstregistrierung bis zum Asylantrag kooperieren. Das könne dazu führen, dass der Antrag an einem Tag abgearbeitet ist. Wann das Verfahren kommt, wollte Thomas nicht sagen. Sie betont: „Das Projekt ist noch in der Planung.“

Sollte es gelingen, wäre dies ein weiterer Erfolg für Bouillon . Er versucht seit Monaten, den Flüchtlingsandrang zu bewältigen. So verlegte er sein Büro für drei Wochen in die Lebacher Einrichtung. Darüber hinaus hat das Land beschlossen: Ab Januar sollen die Registrierung eines Flüchtlings durch das Landesverwaltungsamt und die Registrierung für die Beantragung eines Asylverfahrens durch das Bamf zeitgleich erfolgen.

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