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Freisener THWler beenden Einsatz im Hochwassergbiet auf dem Balkan

THWler räumen Pumpen ab, die sie benötigten, um die Fluten aus den Wohngebieten zu bekommen.

THWler räumen Pumpen ab, die sie benötigten, um die Fluten aus den Wohngebieten zu bekommen.

Rund drei Wochen nach Beginn des verheerenden Hochwassers auf dem Balkan beendet das Technische Hilfswerk (THW) aus Freisen die Pumparbeiten auch in Bosnien. Während des Einsatzes transportierten die zwölf Hochleistungspumpen in Bosnien und Serbien rund 2,1 Milliarden Liter Wasser, wie Jochen Stabler vom Freisener THW berichtet. Das entspreche etwa 560 olympischen Schwimmbecken. Die Trinkwasseraufbereitung in beiden Ländern gehe weiter.

Fünf Helfer zurück

Fünf Helfer des Freisener THW-Ortsverbands waren auf dem Balkan im Einsatz. Walter Jung und Danny Heinrich waren die ersten Helfer aus der Region, die sich mit Trinkwasseraufbereitungsanlagen auf den Weg nach Bosnien machten. Es folgten Ronny Bier, Wilhelm Wolff und Oliver Becker. Sie waren für den reibungslosen Ablauf der Pumparbeiten verantwortlich. Dazu gehörten vor allem die Wartungsarbeiten an den Pumpen, damit diese ununterbrochen in Betrieb waren.

Die letzten Hochleistungsmodule, im Englischen HCP – High Capacity Pumping – genannt, wurden bereits vor zehn Tagen abgebaut. Alle Pumpen waren laut Stabler zuletzt mit einer Förderleistung von 100 000 Litern pro Minute am bosnischen Standort Orasje eingesetzt. Die Wasserstände gingen in den Überschwemmungsgebieten in den zurückliegenden Tagen spürbar zurück.

Das ermöglichte ein schrittweises Ende der Pumparbeiten. Die Helfer aus Freisen traten darauf nach ihrem Einsatz die Heimreise an. Weitere Helfer aus Deutschland und Dänemark sowie andere internationale Rettungsteams schlossen zeitgleich ihre Pumparbeiten auf dem Balkan ab. THW-Präsident Albrecht Broemme lobte die Freiwilligen für ihren Job.

Während das Hochwasser zurückgeht, hapert es weiterhin mit der Trinkwasserversorgung. Brunnen sind unter anderem durch herangespülte Fäkalien verschmutzt. Deshalb würden weiterhin Trinkwasseraufbereitungsanlagen weiterhin dringend im Unglücksgebiet benötigt. Dafür sorge die Schnell-Einsatz-Einheit Wasser Ausland (Seewa). Im serbischen Obrenovac sowie an den bosnischen Standorten Brcko und Bijela verteilten die Wasserexperten unvermindert Trinkwasser an die Bevölkerung. Das Seewa-Team erkunde zudem eine zusätzliche Einsatzstelle in Samac, rund 50 Kilometer nordöstlich von Brcko.

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