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Freispruch: Ebay-Handel vor dem Strafrichter

Saarbrücken. In der Berufungsinstanz wurde er gestern aus Mangel an Beweisen freigesprochen. Der Angeklagte hatte das Handy im Auftrag seines Bruders als Gebrauchtgerät in gutem Zustand in der Versteigerung angeboten. Ein Interessent aus der Nähe von Donaueschingen bekam bei 363,55 Euro den Zuschlag. Doch dessen Enttäuschung muss groß gewesen sein: Es gab Haarrisse und Abplatzer am Kartenslot, die Originalrechnung lag nicht vor, ebensowenig die Schutzhülle. Die Nachverhandlungen mit dem Anbieter blieben jedoch ergebnislos.

Der Käufer ging zur Polizei. Er fühlte sich über den Tisch gezogen und erstattete Anzeige wegen Betrugs. Hätte der Anbieter das Telefon wahrheitsgemäß beschrieben, hätte er es nicht gekauft, so der Käufer. Und tatsächlich sprach ein Gericht den Anbieter des Betruges für schuldig. Der Richter sprach allerdings nur eine Verwarnung aus, verbunden mit einer Geldbuße von 300 Euro.

In der gestrigen Berufungsverhandlung traten die Mutter des Angeklagten und ein Freund als Zeugen auf. Sie erklärten, sie wären dabei gewesen, als das Handy in gutem Zustand verpackt und versandfertig gemacht wurde. Auch der Käufer hatte eine Zeugin, seine Mutter. Sie sah das Handy aber erst, als es bereits ausgepackt war. Allerdings wurde auch im erstinstanzlichen Urteil keine Feststellungen darüber getroffen, wie viel das Handy selbst im beschädigten Zustand wert gewesen wäre. Also blieb die Frage offen, um welchen Betrag der Käufer betrogen wurde.
Fazit: Dem Angeklagten ist laut Gericht kein Betrug nachzuweisen. jht
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