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Freitreppe an der Berliner Promenade wird nach Festen saniert

Es wird demnächst wieder gebaut auf der Freitreppe zwischen Berliner Promenade und Saarufer in Saarbrücken – ohne Erdbewegungen und ohne schweres Gerät. Aber das wird auch nicht nötig sein, um die lockeren Treppenstufen so zu befestigen, dass sie in Reih und Glied liegen und nicht mehr „wandern“. Wie bereits mehrfach berichtet, waren bereits 2013 Mängel an dem Bauwerk offiziell zu Protokoll gegeben worden. Diese Mängel will die Stadt nun „schnellstmöglich beseitigen und die Berliner Promenade in ihren endgültigen Zustand versetzen“, so Baudezernentin Rena Wandel-Hoefer gestern bei einem Ortstermin. Warum das erst jetzt geschehen soll, liegt nach Worten der Dezernentin an dem „selbstständigen Beweisverfahren“, das die Landeshauptstadt beim Landgericht angestoßen habe. Es dauere seine Zeit („unter zwei Jahren geht es nicht“), sei am Ende aber auch wertvoll, weil es die Ursachen und Zusammenhänge deutlich mache.

Bis heute gibt es keine Erklärung dafür, wie solch eine Arbeit hatte abgeliefert werden können: falsches Material, mangelhafte Arbeit, Fehler bei der Aufsicht? Die Stadt hatte nach Worten von Rena Wandel-Hoefer die Bauaufsicht an Dienstleister übertragen.

Am gestrigen Montag nahm ein gerichtlich bestellter Gutachter an zwei Stellen jeweils sechs Treppenstufen auf, um den Unterbau zu untersuchen. Nach Abschluss der Untersuchung sollen die insgesamt zwölf Stufen heute wieder provisorisch eingebaut werden, sodass die Treppe bis zur Sanierung zugänglich bleibt. Diese Herrichtung soll nach den großen Sommerfesten in der Saarbrücker City erfolgen und ist dem Vernehmen nach schon vergeben. Maximal acht Wochen soll es dauern. Die Kosten betragen nach Angaben von Stadtsprecher Thomas Blug 90 000 Euro. Während der Arbeiten wird die Treppe als Verbindungsweg, aber nicht zum Aufenthalt zur Verfügung stehen.

In einem weiteren Schritt sollen Sanierungsarbeiten am Willi-Graf-Ufer erfolgen. Beim Ermittlungsverfahren gegen das beauftragte Unternehmen hatte ein von der Staatsanwaltschaft beauftragter Gutachter Baumängel festgestellt. Dieses Gutachten hat die Staatsanwaltschaft zur Weitergabe an einen von der Stadt beauftragten Bodengutachter freigegeben. Dieser sei nun beauftragt, die im staatsanwaltlichen Gutachten festgestellten Mängel fachtechnisch zu bewerten und eine Empfehlung zur Sanierung auszusprechen, sagte Wandel-Hoefer weiter.

Die Empfehlungen der Gutachter will die Baudezernentin im Bauausschuss des Stadtrates am 8. Juli vorlegen – „und die Konsequenzen mit den Ratsmitgliedern diskutieren“. Und wer trägt die Kosten für die Sanierungsarbeiten an Freitreppe und Ufer? Nach Rechtsauffassung der Verwaltung werden sie durch zurückbehaltene Zahlungen an den Unternehmer (beziehungsweise den Insolvenzverwalter von dessen ehemaliger Firma) sowie eine Gewährleistungsbürgschaft ausgeglichen. „An der Stadt bleibt kein finanzieller Schaden hängen“, betonte die Dezernentin.
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