L365 Nonnweiler Richtung Weiskirchen Zwischen Sitzerath und Wadrill Gefahr durch Gegenstände auf der Fahrbahn Totes Wildschwein (05:38)

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Freizeit-Aktivitäten: So bleibt Ärger aus

Saarbrücken. Wer als Fußgänger auf dem Radweg unterwegs ist, muss aufpassen: Fahrradfahrer sind nicht verpflichtet, ihre Geschwindigkeit zu verringern.

Denn Radfahrer verfügen über das sogenannte Erst-Recht, den Weg zu nutzen. „Auf reinen Radwegen und dort, wo Fuß- und Radweg mit einer Trennlinie klar voneinander abgegrenzt sind, haben Radfahrer Vorrang“, sagt Martin Wanninger, der Experte für Verkehrsrecht ist und als Partneranwalt für die Roland- Versicherungen arbeitet. „Nichtsdestotrotz gilt das Gebot der gegenseitigen Rücksichtnahme – Radler müssen auch auf Fußgänger achten, die sich unberechtigt auf dem Radweg bewegen.“ Weiter gilt für Fußgänger oder Fahrradfahrer: Im Falle eines Zusammenstoßes kann beiden ein Mitverschulden angelastet werden.

Inlineskater: Nicht auf Radweg oder Straße

Passionierte Inlineskater sollten wissen, dass die „rollenden Schuhe“ derzeit noch als besonderes Fortbewegungsmittel eingeordnet werden und deshalb nicht auf den Radweg oder die Straße gehören. Laut Straßenverkehrsordnung kann das Inlineskaten und Rollschuhfahren auf der Fahrbahn, dem Seitenstreifen und Radwegen jedoch zugelassen sein – sofern ein Zusatzschild dies erlaubt. „Inlineskater sollten sich äußerst vorsichtig und mit besonderer Rücksicht auf den übrigen Verkehr in Fahrtrichtung bewegen und sich rechts halten.

Außerhalb geschlossener Ortschaften müssen sie, sofern kein Zusatzschild vorhanden ist, am äußersten linken Fahrbahnrand fahren und auf den Gegenverkehr achten“, erklärt der Fachmann. Besonders bei schönem Wetter zieht es Halter und Hund ebenso ins Grüne wie Jogger. Rennt ein nicht angeleinter Hund auf einen Jogger zu, muss dieser dem Tier in weitem Bogen ausweichen oder sein Tempo verringern. Ansonsten trifft den Läufer eine Mitschuld, wenn der Hund auf ihn losgeht und es zum Schadenfall kommt. „Generell haftet der Halter für seinen Hund, falls dieser andere schädigt – auch wenn der Halter selbst keine Schuld trägt. Wer als Jogger auf der sicheren Seite sein will, geht frei laufenden Hunden aber lieber aus dem Weg“, empfiehlt Wanninger.

Fahrradfahrer müssen vorhandene Radwehe nutzen

Verpflichtende Radwege Sofern Radwege angelegt und mit den entsprechenden blauen Schildern als solche gekennzeichnet sind, müssen Fahrradfahrer sie auch nutzen und dürfen nicht auf der Straße fahren – es sei denn, dies ist beispielsweise aufgrund von Baustellen oder Schlaglöchern nicht möglich. Rennräder unterliegen ebenfalls der Radwege-Benutzungspflicht, lediglich bei der Teilnahme an Rennen sind sie davon ausgenommen.

Wichtig ist: Es ist immer der Radweg zu benutzen, der sich in Fahrtrichtung rechts befindet. Nur dort, wo es per Hinweisschild oder markierte Radverkehrsführung ausdrücklich erlaubt ist, darf der Fahrradweg in beide Richtungen genutzt werden. Ein Radfahrer muss zudem innerhalb der übersehbaren Strecke anhalten können – auch Radler sollten daher immer auf ihr Tempo achten. „Kinder müssen bis zum Alter von acht Jahren mit dem Rad den Gehweg benutzen“, sagt der Experte. Wer nach der Fahrradtour im Park grillen will, darf das nicht überall. Ein privates Barbecue- Vergnügen im Park ist zwar gesetzlich nicht verboten, doch entscheidet jede Kommune selbst, ob sie in ihren Parks das Grillen erlaubt. Der Anwalt rät: „Bevor man sich dem Grillvergnügen im Grünen hingibt, sollte man sich über die entsprechende Verordnung informieren, um sich unnötigen Ärger zu ersparen. “ red/in

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