A8 Luxemburg - Saarlouis AS Perl in beiden Richtungen Anschlussstelle gesperrt, Baustelle bis 20.11.2017 06:00 Uhr (09.10.2017, 05:53)

A8

Priorität: Sehr dringend

4°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
4°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Freundin misshandelt und bedroht: Saarländer angeklagt

Saarbrücken. Seit gut einem Jahr wartet ein Mann aus dem Nordsaarland in der Justizvollzugsanstalt Saarbrücken auf seinen Prozess. Er sitzt in Untersuchungshaft, weil er seine Freundin geschlagen, getreten und mit dem Tode bedroht haben soll. Gestern begann der Prozess vor dem Landgericht.

Insgesamt stehen sieben Straftaten zur Debatte

Häufig geht es um häusliche Gewalt gegen seine damalige Freundin und deren Kind. Es habe Schläge ins Gesicht und Tritte in den Unterleib gegeben, heißt es in der Anklage. Einmal soll er die Frau am Kehlkopf gepackt und mehrere Sekunden fest zugedrückt haben. Auch auf offener Straße soll der Angeklagte gewalttätig geworden sein. Er habe die Frau ins Gesicht geschlagen und gegen das Schaufenster eines Möbelhauses geworfen.

Die Frau sei zu Bekannten geflüchtet. Dort habe der Angeklagte den Wohnungsinhaber mit einem Faustschlag zu Boden gestreckt und mit Füßen ins Gesicht getreten. Als er seine Freundin später mit einem Bekannten an einem Busbahnhof getroffen habe, sei die Drohung „ich spalte dir den Schädel“ ausgesprochen worden. In einer Fußgängerunterführung soll er die Frau am Hals gepackt und geschlagen haben, weil sie sich geweigerte habe, ihn zu küssen. Diesmal habe sie den Angriff mit Pfefferspray abwehren können. Auf der Flucht sei sie dann gestolpert, woraufhin er sie eingeholt und an den Haren gerissen haben soll.


Vermindert schuldfähig wegen Drogen- und Alkohol-Konsum?

Durch seinen Verteidiger ließ der Angeklagte erklären, dass er bereit sei, sich einer psychiatrischen Untersuchung zu stellen. Im Prozess geht es um die Frage, ob er wegen seines Konsums von Drogen und Alkohol vermindert schuldfähig ist. Das Gericht beauftragte Professor Dr. Wolfgang Retz vom Universitätsinstitut für gerichtliche Psychiatrie und Psychologie mit der Begutachtung.

Im Dezember dieses Jahres wird der Prozess dann neu beginnen. Dann muss das Gericht entscheiden, ob er ins Gefängnis muss oder als therapierbar in eine geschlossene Klinik eingewiesen werden kann. jht

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein