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Friedrichsthaler Stadtfest soll es auch in 2013 wieder geben

Nachrichten aus der Region Saarbrücken.

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Friedrichsthal. Das Friedrichsthaler Stadtfest ist gerettet. Das ist das Resultat eines Aussprachetermins vom Dienstagabend, zu der Bürgermeister Rolf Schultheis Vereine, Gewerbetreibende und Gastronomen in den Festsaal des Rathauses eingeladen hatte. Mit „Wir wollen das Stadtfest weiter machen. Wir gehen neue Wege und da sind die Jungen auch mit dabei“ stellte der Verwaltungschef fest, dass das Grundinteresse, die Veranstaltung in 2013 zum 31. Mal durchzuführen, vorhanden sei.

Schultheis hatte zu Beginn darauf hingewiesen, dass er kurzfristig im Vorfeld des diesjährigen Festes erst erfahren habe, das Dieter Lauermann aufhört. Dieser hatte die Freiluftsause fünf Jahre lang für die Interessengemeinschaft Handel und Gewerbe organisiert. Der Bürgermeister stellte ausdrücklich klar, dass die Stadt nur unterstützend in organisatorischen Dingen eingebunden war. Und: Eine Pause wäre der sichere Tod für das größte Fest des Jahres. Ein Organisator müsse her, der auch im Wettbewerb – parallel findet das „Quierschder Wambefeschd“ statt – bestehen könne. Dieser müsse die Verantwortung jedoch nicht alleine tragen. Es dürfe nicht sein, dass wie in der Vergangenheit der vorletzte Veranstalter, nämlich der Werbekreis, ein vierstelliges Defizit durch Mitgliedsbeiträge kompensiere. Zudem müssten die Vereine, die im Laufe der Jahre den Rückzug antraten, wieder mit ins Boot, um dem Event mehr Flair zu verleihen, so Schultheis. Man sei nicht zusammengekommen, um zu organisieren, sondern um das Fest zu retten.

„Es gab ein böses Erwachen nach dem Fest“, berichtete Roman Kühn von der Stadtverwaltung. Die Polizei habe die mieseste Bewertung seit 30 Jahren erteilt. Die Stadt selbst habe das Fest freitags kurzerhand gerettet, nachdem von der Polizei empfohlen worden sei, es abzusagen. Unklar sei vor allem, wie es mit der Versammlungsstätten- Verordnung (gültig bis 31. Dezember 2012) weiter gehe. Die Polizei fordere nämlich eine Leitstelle während des Festes. Diese zwingende Notwendigkeit sieht Kühn juristisch nicht.

Die Diskutanten am Dienstag warfen viele Fragen auf. Von der Verlegung in den Stadtpark, über die Änderung des Namens bis zur nur eintägigen Variante und der Wahl eines anderen Termins war so ziemlich alles dabei. „Ich meine, das Stadtfest ist abgedroschen. So blamieren wir die Stadt. Dieses Jahr war der Gipfel“, glaubt Heribert Lang vom Modeshop He-Cha. Das Niveau von früher forderte auch Heinz Engfried vom „Gasthaus zum Heinz“. Alle müssten an einen Tisch und eine Analyse sei notwendig, meinte Heidrun Keller vom Möbelhaus Goerisch, die von zu vielen Auflagen ausgeht. „Die Jugend geht lieber nach Quierschied“, meinte Heike Klein vom Karnevalsverein blau-weiß. Sie hält den Termin am dritten Augustwochenende für mehr als ungünstig.

Alle sind auf die jeweils anderen angewiesen. Etwa die Gewerbetreibenden, die den verkaufsoffenen Sonntag gemäß Gesetz nur machen können, wenn er in Verbindung mit einem Fest steht. Am Ende war man sich einig: Die Gewerbetreibenden, die Gastronomen und die Vereine werden nochmals angeschrieben, um zeitnah mit den Vorbereitungen für das Stadtfest 2013 zu starten. Dann ist auch die Stadt dabei, Kontakte zu Sponsoren herzustellen und Verantwortung mitzutragen.

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