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Friedrichsthalerin (79) stirbt bei Wohnungsbrand

Zwei Löschzüge sind am Mittwochmorgen nach Friedrichsthal ausgerückt. In einem Mehrfamilienhaus musste ein Schwelbrand bekämpft werden. Für eine betagte Seniorin kam jede Hilfe zu spät. Sie hatte offenbar nicht rechtzeitig bemerkt, dass im Wohnzimmer eine brennende Lampe aufs Sofa gefallen war und so einen Schwelbrand verursachte.

Von SZ-Redakteurin Michèle Hartmann


Friedrichsthal
. Ein tragisches Unglück hat sich am Mittwochmorgen in Friedrichsthal in der Straße Am Klaraschacht ereignet. Dort kam eine in ihrer Wohnung allein lebende 79-jährige Frau durch einen Schwelbrand ums Leben. Nach Angaben der Landespolizeidirektion erlitt sie eine Rauchvergiftung. Um sechs Uhr in der Frühe, so der Friedrichsthaler Wehrführer Hans-Jürgen Wilhelm, wurden er und seine Leute alarmiert.

Zu diesem Zeitpunkt war nach Polizeiangaben die Tochter der 79-Jährigen, die in der Nachbarschaft wohnt, ins Haus gekommen, um ihren im Rollstuhl sitzenden, 51-jährigen Bruder, der im Untergeschoss eine eigene Wohnung hat, aufzusuchen. Als sie bemerkte, was geschehen war, alarmierte sie die Einsatzkräfte. Die jedoch konnten nur noch den Tod der Seniorin feststellen.

45 Wehrleute im Einsatz

Laut Polizei war Stunden zuvor wohl unbemerkt im Wohnzimmer der 79-Jährigen eine eingeschaltete Lampe aufs Sofa gefallen und hatte so offenbar den Schwelbrand verursacht. Dieser, so Pressesprecher Georg Himbert, habe sich über mehrere Stunden ausgebreitet. Die Rettungskräfte fanden das Opfer des Unglücks auf dem Boden liegend vor. Der giftige Rauch hatte ihrem Leben ein Ende gesetzt. Jede Hilfe kam zu spät. Die Todesursache wurde nach polizeilichen Informationen am Mittwoch auch durch die Obduktion der Leiche bestätigt.

Aus den Löschbezirken Friedrichsthal und Bildstock waren Feuerwehrleute zu dem Mehrfamilienhaus ausgerückt. Nach Angaben von Wehrführer Hans-Jürgen Wilhelm waren 45 Einsatzkräfte vor Ort. Nach zwei Stunden rückten die Wehrleute wieder ein. Das Haus, so Wilhelm, sei zwar teils arg in Mitleidenschaft gezogen worden, aber nicht unbewohnbar. Die Landespolizeidirektion beziffert den entstandenen Schaden auf rund 50.000 Euro. Brandermittler der Kriminalpolizei-Inspektion Saarbrücken waren gestern morgen vor Ort.

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