A620 Saarlouis - Saarbrücken Zwischen AS Saarbrücken-Luisenbrücke und AS Saarbrücken-Bismarckbrücke in beiden Richtungen mit Hochwasser ist zu rechnen Eine Einrichtung der Hochwasserumfahrung auf der A 620 für den späten Nachmittag/ Abend kann zur Zeit nicht ausgeschlossen werden. Die Verkehrsteilnehmer werden gebeten, ihre Fahrzeuge vorsorglich nicht im Umfahrungsbereich/ Gefährdungsbereich abzustellen und die mögliche Sperrung in die Fahrzeit einzuberechnen. (11.12.2017, 16:21)

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Früher Start in die Weihnachstferien freut den Saar-Handel

Für die älteren Schüler kommt der frühe Ferienstart wie gerufen – Zeit, um Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Foto: Wüstneck/dpa</p>

Für die älteren Schüler kommt der frühe Ferienstart wie gerufen – Zeit, um Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Foto: Wüstneck/dpa

Der Einzelhandelsverband im Saarland frohlockt. Für große Freude bei den Geschäftsinhabern sorgt die Weihnachtsferienplanung der Landesregierung. „Ab Samstag erwarten wir bis Heiligabend erhöhte Frequenzen“, sagte Fabian Schulz, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Einzelhandel und Dienstleistung Saarland, der SZ auf Anfrage. Denn erstmals seit langem haben die Schülerinnen und Schüler , die am Freitag in die Weihnachtsferien gingen, mehr als eine Woche Freizeit bis Heiligabend . „Da können die Eltern dann entspannt mit ihren Kindern shoppen gehen“, sagte Schulz. Viele Eltern hätten sich dafür Urlaub genommen.

Ganz so entspannt wie der Einzelhandelsvertreter sehen die Eltern die Weihnachtsferien-Planung allerdings nicht. Judith Franz-Lehmann, Chefin der Landeseltervertretung Gemeinschaftsschulen, sagte: „Für die Eltern von Grundschülern und von den jüngeren Jahrgängen unserer Schulform ist die Woche schwierig zu überbrücken.“ Für die älteren Schüler komme die Woche dagegen wie gerufen. „Für die älteren Schüler , die sonst angesichts des miserabel funktionierenden Bus- und Bahnsystems im Saarland erst nach 16 Uhr nach Hause kommen, bietet sich die Ferienwoche vor Weihnachten hervorragend an, in Ruhe Geschenke einkaufen zu gehen“, sagte Franz-Lehmann.

In ihrem Gremium sei die Lage der Weihnachtsferien diskutiert worden, doch es habe keine Chance mehr gegeben, Kritik im Bildungsministerium anzubringen, da die Planung bereits langfristig feststand. Franz-Lehmann meinte, dass es besser sei, wenn noch im Januar bis etwa zu den Heiligen Drei Königen Ferienzeit herrsche. Denn erst dann könnten Schüler und Eltern nach dem Weihnachtsstress richtig entspannen. In Rheinland-Pfalz beginnen etwa die Weihnachtsferien in diesem Jahr am kommenden Donnerstag und reichen bis 8. Januar.

Die Schul-Expertin der Linksfraktion im Saar-Landtag, Barbara Spaniol , kritisierte die Saar-Landesregierung dafür, dass die Ferien mit dem Nachbarland nicht deckungsgleich sind. Viele Schüler an der Landesgrenze besuchten wechselseitig Schulen im jeweils anderen Bundesland. Kompatibel für Eltern mit Kindern auf Schulen im Saarland und Rheinland-Pfalz sei das nicht, monierte Spaniol.

Landesschülersprecher Lennart Uecker (St. Wendel) sah „keine besondere Problematik“ im diesjährigen frühen Ferienbeginn. „Weihnachten fällt so, wie es fällt“, erklärte Uecker. Zudem seien die Ferientermine schon Jahre im Voraus bekannt, da könne sich jeder entsprechend vorbereiten. Ob Uecker die freie Woche vor Heiligabend selbst zum Shoppen nutzen wolle? „Kein Kommentar“, erklärte Uecker.

Nicola Rödder, Landeselternsprecherin der Gymnasien, hat noch keine Kritik an der Weihnachtsferienplanung aus der Elternschaft gehört. Rödder: „Ich glaube aber schon, dass es für manche Eltern schwer wird, die Woche zu überbrücken.“

Michael Bittmann aus St. Wendel, Vorsitzender der Landeselternvertretung Grundschulen, erklärte, er habe sich ab Montag Urlaub genommen. Klagen aus der Grundschulelternschaft wegen der einwöchigen Betreuungszeit bis Weihnachten seien noch nicht an ihn herangetragen worden. „Das bessert sich zudem in den nächsten Jahren wieder“, sah Bittmann die außergewöhnliche Ferienkonstellation gelassen.

Ebenso äußerte sich der Vorsitzende des Saar-Kinderschutzbundes, Stefan Behr. „Ich kann an der Regelung nichts Kritisierenswertes finden. Wenn es ein Betreuungsproblem gibt, ist das vor Weihnachten das gleiche wie Anfang Januar“, sagte Behr. Eltern von Grundschülern hätten angesichts der seit zehn Jahren vorliegenden Ferienpläne langfristig die Betreuung ihrer Kinder sicherstellen können. Allerdings sei die Ungleichzeitigkeit der Ferienpläne der Nachbarländer Saarland und Rheinland-Pfalz „wirklich bekloppt“.

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