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Früher kann man nicht planen


 In elf Jahren streben sie eine Fusion an: die Verbände der Arbeiterwohlfahrt im Saarland und in Rheinland-Pfalz. Bis es soweit ist, will man erst einmal enger zusammenarbeiten. Ein entsprechender Vertrag wurde gestern unterzeichnet.

Saarbrücken. Der Landesverband der Arbeiterwohlfahrt (Awo) im Saarland und die beiden Awo-Bezirksverbände Pfalz und Rheinland wollen bis zum Jahr 2020 fusionieren. Gestern unterzeichneten die Vorsitzenden der drei Verbände in Saarbrücken einen Kooperationsvertrag „Awo Südwest“, der zunächst eine enge Zusammenarbeit vorsieht. So sollen künftig „die Erfahrungen aus den drei Verbänden gebündelt und Synergieeffekte genutzt“ werden, wie Rudi Frick vom Awo-Bezirksverband Rheinland formulierte.

Personelle Einsparungen seien nicht geplant, betonte Frick. Vielmehr sollen etwa Materialbestellungen künftig gemeinsam und somit preisgünstiger erfolgen. Auch die Stärken soll geteilt werden: „Der Bezirksverband Rheinland hat Schwächen in der Jugendhilfe, jetzt können wir von den Erfahrungen im Saarland profitieren“, erklärt Frick.

Zudem soll bald eine gemeinsame Gesellschaft gegründet werden, um neue Geschäftsfelder – „etwa in der Migrations- oder Integrationsarbeit“ – zu erschließen. „Nicht zuletzt haben wir gemeinsam auch ein größeres politisches Gewicht“, betonte Paul Quirin, Awo-Landesvorsitzender im Saarland. „Wir kennen immerhin die Probleme der Betroffenen und können der Politik finanzierbare Lösungen vorschlagen“, so Quirin.

Bei regelmäßigen Treffen soll die Zusammenarbeit koordiniert werden. Sitz der neuen Arbeitsgemeinschaft „Awo Südwest“ ist in Saarbrücken. Quirin: „Unsere Konkurrenz, die Kirche, hat den Schritt zu größeren Einheiten längst gemacht.“

Die Awo-Verbände Saarland, Pfalz und Rheinland haben zusammen über 40.000 Mitglieder. Die Verbände sind in der Senioren-, Behinderten-, Kinder- und Jugendhilfe tätig. Zudem betreiben sie Frauenhäuser und bieten sozialpsychatrische Beratungen sowie Kinder- und Jugendfreizeiten an.

Hintergrund
Der Awo-Landesverband Saarland hat 3650 hauptamtliche Mitarbeiter und rund 16.000 Mitglieder. Organisiert ist er in sieben Kreisverbänden mit insgesamt 117 Ortsvereinen.

Der Awo-Bezirksverband Pfalz hat 630 hauptamtliche Mitarbeiter und rund 4500 Mitglieder. Organisiert ist er in fünf Kreisverbänden und sechs Stadtkreisverbänden mit insgesamt 58 Ortsvereinen.

Der Awo-Bezirksverband Rheinland hat rund 1350 hauptamtliche Mitarbeiter und rund 21.500 Mitglieder. Organisiert ist er in 19 Kreisverbänden mit insgesamt 200 Ortsvereinen. jos







 
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