A620 Saarbrücken Richtung Saarlouis AS Saarbrücken-Sankt Arnual Gefahr durch defektes Fahrzeug im Verkehrskreisel St. Arnual (10:47)

A620

Priorität: Sehr dringend

22°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
22°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Füchse suchen Futter in der Stadt

Die Saarbrücker müssen sich an Wildschweine und Füchse in der Stadt gewöhnen, sagt Ralf Blechschmidt von der Forstabteilung der Stadtverwaltung. Seit seinem Dienstantritt 1989 wollen immer mehr in die Stadt kommen. 2013 hätten sich täglich bis zu 60 Personen bei der Saarbrücker Forstabteilung über Wildschweinschäden beschwert, erklärt Blechschmidt. Sie hätten vor allem viele Gärten verwüstet. Nur wegen des Einsatzes von Stadtjägern konnte nach Angaben Blechschmidts die Population in den vergangenen zwei Jahren begrenzt werden. Wegen einer Schonzeit sei aber auch die Zahl der Füchse stark gestiegen. Längst würden sie auch Bauten in der Stadt errichten.

Doch nicht nur der steigende Bestand führt zu Problemen. Blechschmidt erklärt, sowohl Fuchs als auch Wildschwein würden zunehmend die Furcht vor dem Menschen verlieren. Zunehmender Kontakt zwischen diesen beiden Tierarten und den Menschen ist daher kaum zu vermeiden. Dabei sei die Reaktion auf die Wildtiere in der Öffentlichkeit nach Angaben von Hans Friedrich Willimzik, dem Tierschutzbeauftragten des Saarlandes, häufig positiv. Wenn ein Fuchs beispielsweise im Deutsch-Französischen Garten gesichtet wird, würden die Bürger staunen. Im privaten Vorgarten hingegen überwiege die Furcht vor dem Fuchsbandwurm. Dieser könne beim Menschen eine lebensgefährliche Wurmerkrankung auslösen.

Da Angst jedoch ein schlechter Ratgeber sei, müssten die Bürger besser informiert werden, sagt Willimzik. Sowohl Leitlinien für den Umgang mit Wildtieren als auch eine statistische Erfassung der Wildtiere in der Stadt wären denkbar. Mit dem Waschbären könnte auch die Ankunft des nächsten Stadtbewohners bevorstehen. In Trier hätte sich dieser schon stark vermehrt. Und auch in Herrensohr soll er gesichtet worden sein.

 

Zum Thema:

Der Kontakt mit Wildschwein und Fuchs muss nicht unangenehm enden. Gegen den Fuchsbandwurm kann schon das Abwaschen von Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten helfen. Wildschweine werden erst gefährlich, wenn sie in die Ecke gedrängt werden. Sollten sie sich auf dem eigenen Grundstück befinden, hilft ein Anruf bei der Polizei . Diese ist zuständig und könnte im Notfall einen Jäger rufen, sagt Ralf Blechschmidt. Bei beiden Tierarten helfe es, Abstand zu halten und sie nicht zu füttern. Die Tiere würden sich Futterorte merken und dorthin zurückkehren. Sollte der Snack dann einmal ausbleiben, könnten die Tiere auch beißen. tim
Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein