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Fünf Jahre Devil’s Place am Saarbrücker Ostbahnhof

Mitten im Saarbrücker Stadtteil St. Johann lässt es sich prima und vor allem laut rocken, und das bis spät in die Nacht. Denn zentral gelegen ist der Devil’s Place prima zu erreichen – und liegt dennoch hinter stark befahrenen Gleissträngen ein gutes Stück abseits der Wohnbebauung.

Wer Tor und Tür der ehemaligen Bahnarbeiterhütte passiert, entdeckt einen typischen alten Rockschuppen. Mit Biertheke und einer kleinen Bühne, die sich kaum vom schummrigen Zuschauerraum abhebt. Hier rockt man auf Augenhöhe mit dem Publikum, schlägt leidenschaftlich in die Schlagzeugfelle, schrubbt enthusiastisch die Gitarrensaiten und kreischt ins Mikrofon, was die Stimmbänder hergeben.

So auch am vergangenen Samstag bei der „Rockin’ Christmas Charity“. Als die „Supernova Plasmajets“ mit ihren knallharten Gitarrenriffs loslegen, geht die Party so richtig los. Schweißtreibende Bühnenshow der Künstler auf der einen Seite, Head-Banging und Applaus auf der anderen. Zuvor hat das saarländische Rock-Urgestein Gerd Schneider mit seiner Band gespielt. Mit seiner Partnerin Michaela Moreels am Bass, Schlagzeuger Jürgen Sandmeyer und dem Gast-Gitarristen aus Schweden, Jim Adler. „Don’t worry no more“ heißt eine der Lebensweisheiten, die der Rock-Rentner verbreitet. Sein Tipp an die Zuhörer: „Bleibt easy, so wie ich.“

Draußen vor der Tür das Kontrastprogramm. Die Außentheke haben die harten Rocker vom Devil’s Place in eine Christkindlmarkthütte verwandelt. Umrahmt von Weihnachtsdekoration verkaufen sie hier Creme-Likör, Glühwein und Waffeln. Dass harte Rocker ein weiches Herz haben, ist hier eh längst bekannt. „Rocker mit Herz“ heißt die Initiative des Rockfördervereins um den Vorsitzenden Christian Dörr, die verschiedene Kinderhilfs- und Tierschutzprojekte unterstützt.

Auch mit den Einnahmen der „Rockin’ Christmas Charity“ samt dazugehöriger Tombola mit vielen Preisen. Dörr: „Ein schöner Abschluss des Jahres, in dem wir unser fünfjähriges Bestehen feiern.“

Bei Künstlern und Publikum genieße der Devil’s Place inzwischen eine bemerkenswerte Resonanz. Höhepunkt des Jahres war für Dörr die Osterveranstaltung „Kick the Rabbit“ als unter anderem die „Nitro Gods“ einen unvergesslichen Auftritt hinlegten. „Die kommen auch im kommenden Jahr am 30. April, das steht schon fest“, so der Vorsitzende. Viele regionale Bands würden wieder rocken, internationale Acts soll es auch geben. So im März die holländische Band „As Prayers fail“.

Inzwischen hat die Saarbrücker Band „Hellbent on Rockin“ die Bühne im schummrigen Rockschuppen übernommen. Sie werden bis zum Schluss spielen, denn das mit der Überraschungsband hat nicht geklappt. Also spielen die Punkrocker von „Hellbent for Rockin“ weiter. Laut und energiegeladen, wie es sich für ordentliche Rocker gehört – selbst vor Weihnachten.

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