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Fünf Jahre Haft nach blutigem Streit im Rotlichtmilieu

Symbolfoto.

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Das schnelle Geschäft mit dem käuflichen Sex in Grenznähe lief nur wenige Monate gut für den Angeklagten und seine Partner. Dann gab es Streit zwischen den drei führenden Köpfen eines Saarbrücker Bordells. Und dieser Streit endete blutig. Gestern wurde vor dem Saarbrücker Landgericht das Urteil gegen einen der Bordellbetreiber , einen 25-jährigen Franzosen, gefällt. Laut Anklageschrift lief der Streit im Rotlichtmilieu folgendermaßen ab: Der Angeklagte und seine Mutter (55) wollten den dritten Geschäftspartner unbedingt loswerden. Aber der Mann wollte das Geschäft nicht aufgeben.

Also ging die Mutter laut Anklage am Morgen des 19. November 2010 mit einem Baseballschläger auf den Mitbetreiber los. Aber der Mann blieb hartnäckig und wollte immer noch nicht gehen. Daraufhin wurde am Abend des gleichen Tages auch der Sohn handgreiflich. Der Angeklagte des aktuellen Verfahrens griff zu einem schweren Messer, einer Art Fleischerbeil. Damit holte er aus, schlug seinem Geschäftspartner mit voller Wucht zwei mal auf den Hinterkopf und brüllte: „Ich bring dich um! Ich bring dich um!“ Der Verletzte – sein Schädel war zweifach gebrochen – konnte sich in ein anderes Zimmer retten und später die Polizei informieren.

Nach der Tat setzten sich Mutter und Sohn in ihr Heimatland Frankreich ab, verübten dort weitere Straftaten. Die Mutter verbüßt deshalb im Nachbarland derzeit eine mehrjährige Haftstrafe. Der Sohn flüchtete weiter nach Venezuela, wo er festgenommen und nach Deutschland ausgeliefert wurde.

Vor Gericht legte er gestern ein weitgehendes Geständnis ab und verpflichtete sich zur Zahlung von 5000 Euro Schmerzensgeld an seinen früheren Geschäftspartner . Das Landgericht hat den 25-Jährigen daraufhin zu fünf Jahren Haft wegen versuchten Totschlags und gefährlicher Körperverletzung verurteilt.
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