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Fünf Miezen sehnen sich nach Liebe




BIENE:

Biene hat sich bei einem Unfall die Hüfte gebrochen. Aber auch davon lässt sich die ebenso eigenwillige wie liebenswerte junge Katzendame die Lebensfreude nicht nehmen. Ihr fehlt nur noch eins: ein gutes Zuhause.

" Ich warte, warte und warte. Tagein, tagaus. Aber niemand ist bislang da gewesen, der sich in mich, die Biene, verguckt hat. Seit einem Jahr bin ich nun schon im Tierheim. Ich sehe Menschen kommen und mit einem neuen Freund nach Hause gehen. Viele meiner Artgenossen, haben schon bei uns hier oben neue Kraft geschöpft. Oft dauert es dann nicht mehr lange, bis für sie ein neues Leben in einer eigenen Familie beginnt.

Aber was wird bloß aus mir? Wann darf ich Menschen nur für mich haben? Warum klappte das noch nicht? Liegt es vielleicht daran, dass ich eigenwillig bin? Das sind doch alle Katzen.

Es liegt vielleicht eher daran, dass ich nach einem schweren Unfall nicht so richtig gesund bin. Ich brach mir damals die Hüfte, und manchmal tut mir dort immer noch was weh. Aber wenn ich spielen darf, vergesse ich das mit der Hüfte sofort und bin so temperamentvoll wie alle anderen jungen Katzen auch.

Mit meinen zwei Jahren steckt in mir noch viel Temperament und Entdeckerdrang. Sogar nach draußen darf ich, um die Welt zu entdecken und die Abenteuer zu erleben, die Farbe in den Alltag bringen. Aber nichts ist schöner als die Gewissheit, nach so einem Ausflug wieder in ein wunderbar warmes Zuhause zurückzukehren. Darf ich hoffen? "



SINA:

Katzenmädchen Sina schlug sich lange im Freien durch

Sina hat trotz ihrer Jugend viel mitgemacht. Sie hatte schon Junge, und ohne Tierfreunde hätte ihre kleine Familie nicht überlebt. Das Heimteam wünscht Sina eine Familie mit Sinn für eine eigenwillige Mitbewohnerin.

" Glauben Sie's mir ruhig: Ich, die Sina, weiß nur zu gut, wie schwer es eine Katze haben kann. Aber ich weiß auch, dass es Menschen gibt, die mich nicht hängen lassen. Im Saarbrücker Tierheim darf ich jeden Tag erleben, ohne zu hungern und zu frieren. Hier muss ich nicht wegen jeder kleinen Krankheit um mein Leben kämpfen. Hier habe ich Menschen um mich, die mich nehmen, wie ich bin: ein bisschen eigen. Und nach harten Zeiten scheu, vorsichtig, zurückhaltend.

Warum? Stellen Sie sich mal vor, wie schwer es ist, sich bei Kälte und Nässe als Katzenmama im Freien durchzuschlagen. Mit Kindern, deren hungrige Mäulchen nie aufhören, nach Essen zu maunzen. Ich war in dieser Zeit dauernd im Stress. Wenigstens fand ich auf einem Firmengelände Unterschlupf, wo liebe Menschen mich und meine Kleinen fütterten. Das ließ mich nach und nach zutraulicher werden. Doch kaum dachte ich, dieses kleine Glück gehe immer so weiter, da musste ich dort weg. Und dann hatte ich gleich noch einmal Glück: Ich durfte ins Tierheim.

Von Tag zu Tag legt sich hier meine Scheu. Ich spüre, dass ich mich nicht verstellen muss, und ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie sehr ich meinen Betreuern dafür danke. Ich bin mit meinen vielleicht zwei Jahren noch jung genug, in einem neuen Zuhause rundum glücklich zu werden. Andererseits spüre ich schon heute, dass ich mich mit bestimmten Lebensumständen wohl nicht mehr anfreunden werde: Auf Artgenossen bin ich nach dem harten Existenzkampf im Freien nicht mehr gut zu sprechen. Mit Hunden habe ich in meinem rauen ersten Leben auch nicht gerade Freundschaft geschlossen. Und mit Menschenkindern kenne ich mich nicht aus. Ich möchte auf keinen Fall in ein Zuhause, wo ich jemanden unglücklich mache, ob er nun jung oder alt ist. Wenn ich in mein neues Leben gehe, dann will ich dort bleiben, wo wahre Tierliebe zu Hause ist. Und dann wird sich das mit meiner Scheu auch legen. Und geben Sie's doch zu: Als wahrer Katzenfreund suchen Sie doch auch eine gute Freundin, die ihren eigenen Kopf hat. Darf ich hoffen? "ole

BERT

Verschmuster Kater sucht tolerante Gastfamilie

"Schnief. Meine Nase wird einfach nicht frei. Aber dafür können die Leute vom Tierheim nichts. Es kommt nun einmal vor, dass Katzen ihren Schnupfen nicht loswerden. Ihr Menschen nennt das chronisch. Ich find's einfach blöd.

Aber dadurch lass' ich mich nicht unterkriegen. Ich doch nicht. Die Leute hier oben im Heim wundern sich oft, wie lebhaft ich bin. Verschmust und lieb bin ich auch noch, nur damit das klar ist. Schließlich will ich ja bald hier raus, und das dürfte ohne ein paar Vorzüge nicht klappen. Aber Sie können mir glauben: Ich habe schon einiges zu bieten. Meine Neugier auf neue Kumpel zum Beispiel. Sollte sich ein echter Katzenfan für mich finden, dann kann er ruhig schon einen oder mehrere Bonsai-Tiger in der Stube haben. Damit komme ich gut klar. Aber meine größte Schwäche möchte ich Ihnen auch nicht verschweigen, damit das mit uns klappt. Ich habe mitunter noch ein Problem damit, dass ich furchtbar gern der Chef im Ring bin. Einer, der in der Katzenclique das Sagen hat.

Einer, der sein Ding macht. Ich bin ja kein Hund, der allem schwanzwedelnd zustimmt. Aber schlau genug, um mich mit anderen Lebewesen zu arrangieren, bin ich schon. Schließlich lassen sich viele Abenteuer gemeinsam viel besser genießen. Das Stromern durch die Gegend, das Klettern, Springen, Rennen.

Wenn's danach wieder gemütlich wird, ist alles bestens. Fehlt nur noch jemand, der mir dieses Glück schenkt. Sie. Darf ich hoffen? "ole

IRIS:

Tricolor-Katze Iris fühlt sich erst in einer eigenen Familie rundum wohl. Sie fühlt sich im Tierheim so gestresst, dass sie sich Bauch und Pfoten kahl geleckt hat. Dagegen gibt es, wie die Katzenkenner des Heims nur zu gut wissen, eine bewährte Therapie: ein eigenes Zuhause. Dort können ruhig auch Artgenossen von Iris leben.

" Warum mache ich das bloß? Das frage ich mich immer wieder, wenn ich mir vor lauter Nervosität gerade wieder den Bauch und die Innenseiten meiner Beine abgeleckt habe. Das ist mir, der Iris, schon so oft passiert, dass ich dort, wo ich wieder und wieder geleckt habe, nackt bin. Die Frau Best vom Tierheim guckt immer traurig, wenn sie das sieht. „Ach, Iris, warum bist du bloß so unglücklich bei uns?“, fragt sie – und kann in meinen Augen die Antwort lesen. Ich will einfach hier raus. Die vielen Gerüche und Geräusche gehen mir auf die Nerven. Ich will nicht dauernd mit neuen Eindrücken klarkommen. Nein, ich will in einem neuen Zuhause Ruhe finden, mich Tag für Tag ein bisschen mehr eingewöhnen. Und dann endlich mein Leben genießen.

Meine Betreuer schätzen, dass ich so um die fünf Jahre alt bin, und dann dürfte ich ja noch eine Menge Zeit haben, um Menschen glücklich zu machen. Und um glücklich zu sein.

Ich will mich endlich jemandem richtig zugehörig fühlen. Und das kann hier im Heim mit so vielen Artgenossen nicht klappen. Sie glauben gar nicht, wie viel unsere Betreuer Tag für Tag leisten müssen, weil anderen Menschen die Not von Tieren gleichgültig ist. Das finde ich schon ganz toll."

BAGHIRA

Der junge Kater Baghira ist ein großer Freund der Freiheit

"Nö, alt bin ich noch nicht. Vor einem dreiviertel Jahr kam ich, der Kater Baghira, als selbstbewusster Sohn einer freiheitsliebenden Mama auf die Welt. Die stromert seit eh und je draußen herum, und auch ich bin kein Typ, der sein ganzes Leben zwischen Couch und Körbchen verbringen möchte. Mich zieht's nach draußen, wo die ganzen Abenteuer warten, die ein kühner Kater zu bestehen hat. Aber irgendwann braucht auch unsereiner einen Platz, wo er ausruhen und Kraft für die nächsten Herausforderungen schöpfen kann. Vielleicht gibt es ja echte Katzenfans, die einem noch jungen Kerl wie mir die Zeit geben, sich einzugewöhnen. Dann haben Sie einen prima Kumpel. Und ich habe das Glück meines Lebens gefunden. Darf ich hoffen? ole Nur hilft es mir nicht über den Stress hinweg, den mir das Leben im Heim bereitet. Die Frau Best, die Katzen in- und auswendig kennt, ist jedenfalls sicher, dass sich die blöde Sache mit meinem Fell von selbst erledigt, sobald ich endlich ein Zuhause habe. „Iris, ich habe schon oft gehört, dass sich das mit der Leckerei für immer legt, wenn Katzen gut untergekommen sind.“

Nun wissen Sie also, was mich glücklich und gesund macht. Vielleicht mögen Sie ja eine Katze, die trotz ihrer kahlen Stellen gar nicht so übel aussieht.

Meine wahren Stärken stecken sowieso in mir. Es wäre toll, wenn Sie sie entdecken wollen. Darf ich hoffen? "ole

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