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Für Drogengeld: Diebesbande raubt Bekannten aus

Saarbrücken. Wegen bewaffneten Raubes müssen sich vier Männer und eine Frau aus dem Drogenmilieu vor dem Landgericht verantworten. Sie sollen im Januar dieses Jahres nachts einen Bekannten in dessen Wohnung überfallen, mit einer Pistole bedroht, mit einem Knüppel geschlagen und beraubt haben. Zum Prozessauftakt legten drei der Angeklagten im Alter zwischen 27 und 40 Jahren Geständnisse ab. Zwei relativierten ihre Beteiligung an der Tat, bestätigten aber im Großen und Ganzen die Vorwürfe der Anklageschrift. Einer meinte zu dem Raubüberfall: „Als das Ganze vorbei war, stand ich vor der Tür und habe nur gedacht: Was war das denn jetzt? So eine blöde Sache. Wir wollten doch nur ein paar Elektrogeräte abholen.“

Mit dem Gespräch über diese Elektrogeräte hatte das Ganze am Abend des 18. Januar angefangen. Die Männer und die Frau trafen sich, redeten, rauchten Haschisch und nahmen Amphetamine. Bei den Gesprächen ging es auch um die frühere Wohnung eines der Männer und der Frau in Lebach. Dort, bei einem Bekannten, seien noch ein paar Elektrogeräte, eine Playstation, ein Laptop und ein Fernsehgerät von ihnen, hieß es laut Aussage der Angeklagten. Die müsste man mal abholen. Und weil einer von ihnen ein Auto hatte, machte sich das Quintett auf den Weg. Gegen drei Uhr in der Nacht kamen sie schließlich in Lebach an. Was dann passierte, beschrieb einer der Angeklagten so: Der Bekannte habe nicht aufgemacht, da habe er eben die Tür eingetreten. Alle fünf seien rein in die Wohnung, einer von ihnen habe dabei eine Pistole in der Hand gehabt.



Die Frau aus ihrer Gruppe sei dann mit der Frau des Bekannten ins Kinderzimmer. Auch er sei mit dort hinein und habe die Kleinen beruhigt: „Keine Angst, eurem Papa passiert nichts.“ Dann sei er zurück ins Wohnzimmer und habe dort den Computer des Bekannten abgebaut. „Den wollte ich verhökern. Drogen mit dem Geld kaufen. Davon leben.“ Plötzlich habe der Wohnungsinhaber eine Bewegung gemacht, so der Angeklagte: „Ich habe ihm dann mit meinem Knüppel in die Rippen geschlagen. Warum auch immer.“ Dabei sei „gar nicht geplant gewesen, dass wir da Radau machen.“ Es sei einfach passiert. Als die fünf Angeklagten gingen, nahmen sie die Playstation, den Fernseher, vier Handys und eine Geldbörse mit. Die Beute im Wert von etwa 700 Euro verstauten sie im Auto. Wenige Kilometer vom Tatort entfernt, in Saarwellingen, stoppte die Polizei den Wagen. Die Angeklagten wurden festgenommen und kamen in Untersuchungshaft. Jedem von ihnen droht nun eine Gefängnisstrafe von mindestens fünf Jahren. Der Prozess wird Ende des Monats fortgesetzt. wi
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