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Für Saarlouis Royals beginnt die Europapokalrunde

Saarlouis/Vagos. „Das Spiel ist ein großes Loch, in das wir reinspringen“, meint René Spandauw – in gewisser Weise unwissend darüber, was ihn und seine Basketballerinnen der Saarlouis Royals heute Abend erwartet. Es ist kein Geheimnis, dass sich der Meistertrainer mehr mit den eigenen Spielerinnen als mit dem Gegner beschäftigt. Aber im ersten Europapokalspiel (Eurocup) in dieser Saison gegen den portugiesischen AD Vagos konnte Spandauw noch weniger Informationen sammeln, als er vorhatte.



„Das Problem ist, dass Vagos in der portugiesischen Liga mit einer anderen Mannschaft spielt als im Europapokal“, erklärt der Trainer vor dem Auswärtsspiel heute (20.30 Uhr), „sie haben zwei Spielerinnen, die sie nur im Europapokal einsetzen, und die sollen angeblich sehr entscheidend sein.“ Mehr weiß er auch nicht. Auch bei den Royals saß gestern Morgen bei der Abreise eine unbekannte Spielerin im Bus. Die 16-jährige Sophia Philippi aus der WNBL-Mannschaft springt für die verletzten Lina Schiffer (Knochenhautentzündung), Kitty Müller (Bänderabriss) und Isabelle Comteße, die bei Auswärtsspielen im Eurocup nicht zur Verfügung steht, ein. „Man muss im Eurocup mit zehn Spielerinnen antreten. Ich muss auch ehrlich sagen, dass sie nicht mitgefahren wäre, wenn Kitty fit gewesen wäre“, gesteht Spandauw.

Sophia Philippi  für die verletzten Lina Schiffer

In dieser Saison will er den Eurocup vor allem dazu nutzen, die Spielerinnen zu entwickeln. „Er muss dazu führen, dass wir in der deutschen Liga besser werden“, sagt er und lacht: „Das Endspiel wäre natürlich auch ein schönes Ziel“.


Reisekosten von rund 20 000 Euro

Die Verantwortlichen um die Mannschaft herum planen finanziell vorerst mit der Qualifikationsrunde. „Für die Gruppenphase planen wir im Moment mit Reisekosten von rund 20 000 Euro“, erklärt Royals-Geschäftsführer Martin Rihm. Die Verschuldung der alten Gesellschaft aus der vergangenen Saison bekommt er noch heute zu spüren. „Das belastet uns zwar heute nicht mehr, aber es ist manchmal noch Überzeugungsarbeit zu leisten. Wir müssen beispielsweise Unterbringungen noch klarmachen, dass wir mit den Schulden nichts zu tun haben“, seufzt Rihm, „aber wir leisten dann Vorkasse, und dann geht es auch. Wir sind soweit für diese Saison auch durchfinanziert, aber wir hätten gerne noch einen Hauptsponsor, damit wir beruhigter in die nächste Saison gehen können.“

Bislang bezahlen die Royals die Kosten aus der eigenen Tasche. Mit der Spitzensportförderung des Saarlandes gab es noch keine Gespräche. „Die sind für Dezember aber geplant“, bestätigt Martin Rihm, „die Geberlaune ist zwar begrenzt, aber es wäre schön, wenn 20 000 Euro herauskämen“ – aber das ist alles noch nicht sicher. Ein weiteres Loch, in das die Royals springen.

Auf Einen Blick

Beim Fiba Eurocup starten 36 Mannschaften, die in zwölf Gruppen aufgeteilt sind. In jeder Gruppe spielen zwei bis vier Teams in der Qualifikationsrunde um den Einzug ins Sechzehntel-Finale. Die Saarlouis Royals als einziger deutscher Vertreter spielen in der Gruppe H gegen AD Vagos (Portugal), Nantes Rezé Basket (Frankreich) und Seat Lami-Vèd Györ (Ungarn). „Die Gruppe ist sehr stark“, schätzt Trainer René Spandauw ein. Am 10. November reist Saarlouis nach Nantes (20 Uhr), am 25. November nach Ungarn (18 Uhr). Das erste Europapokal-Heimspiel findet am nächsten Mittwoch um 20 Uhr gegen Seat Györ statt. Außerdem empfangen die Royals am 17. November (20 Uhr) Vagos, am 1. Dezember (20 Uhr) die Nachbarn aus Frankreich. cjo

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