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Für junge Leute zählt im Beruf der Respekt

Wenn auch mal der Chef mit anpackt, das imponiert Jugendlichen. Für sie zählt weiter, dass der Chef Respekt vor ihrer Leistung hat und dies auch erkennbar würdigt. Foto: Fotolia

Wenn auch mal der Chef mit anpackt, das imponiert Jugendlichen. Für sie zählt weiter, dass der Chef Respekt vor ihrer Leistung hat und dies auch erkennbar würdigt. Foto: Fotolia

. Peter Martin Thomas von der Sinus-Akademie in Heidelberg ist sicher: Unter allen Kriterien, mit denen ein Unternehmen für sich wirbt, „haben die Arbeitgeber eins ganz alleine im Griff: die Art ihrer Unternehmenskultur “.

 

Thomas und seine Mitarbeiter befragten kürzlich im Auftrag der Industrie- und Handelskammer Baden-Württemberg 1000 Jugendliche nach ihren Hauptkriterien für die Berufswahl . Die Ergebnisse wurden gestern auf einer Arbeitsmarktkonferenz der Regionaldirektion Saarland-Rheinland-Pfalz der Bundesagentur für Arbeit (BA) vorgestellt.

 

Demnach erwarten die Jugendlichen vor allem erkennbare Wertschätzung für ihre Arbeit. „Daran kann man erkennen, welche Unternehmenskultur ein Betrieb hat“, sagt Thomas. Weiter werde besonderer Wert darauf gelegt, dass das Unternehmen soziales und gesellschaftliches Engagement zeigt. Junge Leute informierten sich vorab genau, ob der Betrieb ein solches Engagement vorweisen kann. Zudem werden familienfreundliche Arbeitszeit-Modelle erwartet. Ein gutes Betriebsklima habe eine noch höhere Bedeutung für die Jugendlichen als Karriereperspektiven oder der Verdienst.

 

Die Sinus-Studie hat zudem verschiedene Typen und Lebenswelten von Bewerbern ausgemacht, die besondere Fähigkeiten in Unternehmen mitbringen. Drei Arten von Bewerbern fallen demnach besonders auf.

 

Der „konservativ-bürgerliche Jugendliche“ engagiere sich meist in Vereinen. Er sei heimatverbunden, bodenständig, verlässlich und fleißig, höre Musik von Helene Fischer oder Andreas Bourani und wolle eigentlich nicht aus der Region weg. Nach Ansicht von Thomas werben Unternehmen um diese Jugendlichen auch in den nächsten Jahren am besten in der Tageszeitung. Die erste Berührung mit diesem Medium hätten diese jungen Leute meist über die Eltern, entwickelten dann immer mehr eigene Interessen, etwa für Sportberichte. Unternehmer könnten in der Zeitung mit einem Unternehmensportrait auf sich aufmerksam machen und sollten dabei ihr soziales Engagement herausstellen.

 

Ein anderer Typ sei der „materialistische Hedonist“. Er suche sich seinen Arbeitgeber gerne per Suchmaschine im Internet. Ihn erreiche man mit einem guten Online-Auftritt. Er habe das Bedürfnis, gebraucht zu werden, ihm gehe es um Anerkennung. Er neige stark zum Konsum, deshalb sei der Verdienst wichtig. Er brauche Vorbilder wie Bushido und höre Musik von Beyoncé oder Jessie J. „Er sucht Unternehmen mit einem guten Ruf. Er ist flexibel. Man kann ihn auch einmal für Projekte in einer anderen Stadt oder im Ausland einsetzen.“

 

Der dritte Typ auf Jobsuche sei schwer einzuordnen. Der „Expeditive“ betrachte das Leben als ein ständiges Abenteuer, grenze sich gerne ab, höre Musik von Bilderbuch oder der Rockband Florence and the Machine und suche sich immer wieder neue Möglichkeiten. Das sei sein Vorteil. „Der will ständig etwas anderes machen. Mit dem können Sie Projekte reißen. Der bringt sich voll ein.“
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