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Für viele Studenten der Saarbrücker HTW wäre der Umzug nach Kirkel eine Katastrophe

Das fertige HTW-Hochhaus in Alt-Saarbrücken steht leer. Wann dort Lehre und Forschung beginnen, ist ungewiss.

Das fertige HTW-Hochhaus in Alt-Saarbrücken steht leer. Wann dort Lehre und Forschung beginnen, ist ungewiss.

Um den Raumnöten an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Herr zu werden, erwägt deren Rektor Wolrad Rommel die Fakultät Ingenieurwissenschaft teilweise aus Saarbrücken auszulagern. Ihr neues Domizil könnte die ehemalige Praktiker-Zentrale in Kirkel sein (wir haben berichtet).

Viele der von diesem Umzug betroffenen Studenten sind da allerdings nicht begeistert: Die tägliche Fahrt nach Kirkel und zurück sei zu umständlich, außerdem sei der Ort schlichtweg unattraktiv. „Es wurden gerade erst Millionen für das neue Hochhaus und unser Technikum ausgegeben. Auch wenn das Hochhaus nicht bezogen werden kann, verstehe ich nicht, warum immer die Studenten darunter leiden sollen. Ein studentisches Leben findet in Kirkel nicht statt“, ärgert sich zum Beispiel der angehende Bauingenieur Özkan Pepec.

„Hier in Saarbrücken sitzen vielleicht zu viele Studenten in den Kursen, aber genügend Räume sind da. Ohne Auto wird es nicht einfach, nach Kirkel zu kommen. Die Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist zu schlecht“, erklärt der 19-jährige Maschinenbaustudent Fabian Bähr aus Heusweiler. „ Kirkel wäre eine Katastrophe – besonders für Studenten, die noch einen Nebenjob haben“, fügt sein Kommilitone Sebastian Türk aus Püttlingen an.

Die 20-jährige Mimoza Zumeri studiert Biomedizinische Technik (BMT) und hat sich schon selbst ein Bild von dem neuen Gebäude gemacht. „An sich finde ich die Idee gut, weil wir auf jeden Fall mehr Platz für unsere Labore und Geräte brauchen. Das gäbe es dort bestimmt auch. Aber Kirkel ist absurd, viel zu abgelegen. Die Fahrt wäre für viele eine Tortur. Am besten wäre es, wenn man ein ähnliches Gebäude in Saarbrücken finden würde.“

Der Merziger Elektrotechnikstudent Michael Aevermann hat mit der derzeitigen Ausstattung keine Probleme: „Hier ist alles auf gutem Stand und genügend Platz war bisher auch immer da. Nach Kirkel wäre ich mit dem Zug jeden Tag über zwei Stunden unterwegs. Das wird auch anderen so gehen. Ich glaube, dass sich das auch in der Anwesenheit während der Vorlesungen niederschlagen wird.“
Sich in Kirkel neu einzurichten hält auch die Studentin Amal Ait El Hanafi nicht für sinnvoll: „Ich habe mir ja Saarbrücken ausgesucht und deshalb will ich auch hier bleiben. Ich denke, dass sich die Studenten in Kirkel viel seltener aufhalten werden. Gruppen- und Projektarbeiten könnten deshalb schwieriger werden.“
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