B51 Saarbrücken - Grenzübergang Hanweiler Grenzübergang Kleinblittersdorf in beiden Richtungen Gefahr durch Personen auf der Fahrbahn (17:41)

B51

Priorität: Sehr dringend

10°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken
10°C
Saarbrücken
weather-Saarbrücken

Funkaffären-Prozess: Leiter der Rotkreuz-Wache geht in Berufung

Trier/Saarburg. Die juristische Auseinandersetzung um gestörte Rettungsfunk-Frequenzen geht in die nächste Runde. Der ehemalige Leiter der Rotkreuz-Wache Saarburg muss sich seit gestern erneut vor Gericht verantworten. Über vier Monate und 13 Verhandlungstage hatte sich vor zwei Jahren der Prozess gegen den heute 50-Jährigen hingezogen. Am Ende wurde er verurteilt – wegen mehrfacher (versuchter) Körperverletzung. Das Trierer Amtsgericht sah es als erwiesen an, dass der Rettungsassistent den Rettungsfunk im deutsch-luxemburgischen Grenzgebiet monatelang gestört hatte. Das angebliche Motiv: persönliche Rachegelüste gegenüber der luxemburgischen Air Rescue, die den Angeklagten einst gefeuert habe.
 
Durch die Stör-Manöver erreichte der luxemburgische Rettungshubschrauber mit dem Notarzt an Bord mehrfach Minuten später den Einsatzort auf deutscher Seite. Konsequenz: Die Patienten mussten länger auf ärztliche Betreuung warten.



In vier der fünf angeklagten Fälle blieb dies ohne Folgen für die Patienten; lediglich bei einem Einsatz musste der Patient länger leiden, weil er die schmerzstillende Spritze des Arztes später bekam.  Das Urteil des Vorsitzenden Richters damals: zwei Jahre Gefängnis auf Bewährung. Zweieinhalb Jahre ohne Bewährung hatte der Staatsanwalt gefordert; Freispruch die Verteidigerin. Beide Seiten gingen damals in Berufung, daher jetzt die Neuauflage vor dem Landgericht.

Einiges spricht dafür, dass diese wieder eine langwierige Angelegenheit wird: Der Vorsitzende Richter hat vorsorglich bereits 14 Verhandlungstage bis Ende November angesetzt.

Es ist schon der zweite Anlauf: Im März war die juristische Neuauflage am zweiten Prozesstag geplatzt – wegen Erkrankung des Vorsitzenden. Der Angeklagte blieb zuvor bei seiner Linie: Er habe nichts mit den Funkstörungen zu tun. Das sagte der 50-Jährige auch heute noch einmal. Zu den weiteren Vorwürfen will er sich nach Angaben seiner Verteidigerin Ruth Streit im Laufe des Verfahrens äußern. Der Prozess wird am 26. August fortgesetzt.
Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ja Nein