L125 Neunkirchen Richtung Saarbrücken-Johannisbrücke Kreuzung Neunkirchen-Sinnerthal Vollsperrung, Bauarbeiten bis 01.05.2018, eine Umleitung ist eingerichtet Die Sperrung erfolgt aufgrund von Sanierungsarbeiten am Brückenbauwerk und der Fahrbahn im Bereich "Plättches Dohle" (18.04.2017, 10:58)

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Funkloch: Neues Campus-Radio der Saar-Uni

Saarbrücken. Es ist das „spannendste Projekt für studentisches Engagement“, heißt es auf der Webseite des Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) der Saar-Universität. Gemeint ist das auf den Namen „Funkloch“ getaufte neue Uniradio. Bereits Ende Januar wird es 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche auf Sendung gehen. Dann wird jeder Hörer das Campus-Radio im Internet unter www.funkloch.fm empfangen können.

Die Idee reifte im Bus

Die Idee für das Radio ist nur wenige Monate alt. Marton Köver, einen 21 Jahre jungen Psychologiestudenten und Asta-Mitglied, kam der Gedanke, als er im September auf den Bus zur Uni wartete. Am Campus angekommen stand für ihn fest: „Die Saar-Uni braucht ein Radio.“ Doch brachten erste Gespräche mit Uni-Radios in Köln und Trier Ernüchterung. Die Experten aus Nordrhein-Westfalen und Rheinlandpfalz erklärten Köver, dass er ein ausreichend eingerichtetes Tonstudio brauche und genügend Kommilitonen, die ihre Freizeit opfern, um dauerhaft auf Sendung gehen zu können.

Aufgeben wollte Köver nicht. Warum auch? Denn ein Anruf bei der Uni zeigt, dass die Hochschule ein eigenes Studio besitzt. Und als Köver die Idee seinen AStA-Kollegen vortrug, sicherten die ihm sofort ihre Unterstützung zu. Die zweite Hälfte des 15-köpfigen Teams meldete sich bei Köver, nachdem er Handzettel auf dem Campus verteilt hatte.

Auf diesem Weg stieß auch Michael Schmitt, ein 22-jähriger Musikmanagementstudent und ausgebildeter Tontechniker zum Team des Funklochs. Er ist für die technische Umsetzung des Radios verantwortlich. „Aber die Technik im Tonstudio ist so einfach, dass ich sie auch jedem anderen Studenten erklären könnte“, versichert der junge Ton-Experte.

Was ist das Programm des Funkloch sein? „Der Sender soll hauptsächlich ein Sprachrohr für Studenten und den Asta sein“, sagt Köver. Aber auch die Unileitung soll Sendezeit bekommen. Und was wollen die Studenten senden? „Kein Mainstream“, sagt Schmitt. Vielmehr werden sich einzelne Sendungen deutschem Hip Hop, Indie oder auch Jazz widmen. Die Uni wolle dem Sender jährlich 900 Euro geben, so Köver. Das reicht, um bei der Gema die Rechte für 1000 Songs zu erwerben. Doch wollen die Macher in ihren Sendungen wöchentlich neue Lieder vorstellen. „Je mehr Mittel wir haben, umso mehr Songs können wir spielen.“ Marton Köver wird in den nächsten Tagen mit möglichen Sponsoren Gespräche führen.

Musik rund um die Uhr

Pläne für die Zukunft gibt es auch schon. Das Radioprogramm soll ab Sommer 2011 auch auf der UKW-Frequenz 97,3 campusweit empfangbar sein. Ein Sendemast, der den Campus inklusive der Wohnheime abdeckt, existiert. Aber dieses ehrgeizige Ziel müsste mit etwa 5000 Euro finanziert werden.

Die Funkloch-Macher wollen ab Sommer täglich zwei bis vier Stunden Programm senden. „Zunächst werden wir mit einigen wenigen Beiträgen pro Woche beginnen“, so Köver. Aber das heißt nicht, dass der Sender danach stumm bleibt, „es wird rund um die Uhr Musik laufen“. Das Rauschen des Äthers soll beim Funkloch nie zu hören sein.

:: www.funkloch.fm

Auf einen Blick

Der Vorläufer des Funklochs war „Univox“. Hörfunkbegeisterte Studenten sendeten zwischen 1999 und 2002 knapp 200 zweistündige Sendungen über den Offenen Kanal. Das wöchentliche Magazin befasste sich mit vielen studentischen Themen. Mit dem Ende des Kanals war auch bei Univox Schluss, sagt Peter Tischer, Leiter des Sprachenzentrums an der Saar-Uni und damals wie heute Unterstützer der Radiomacher. poss

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