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Fußball: Neunkircher Spieler und Trainer Ferner raufen sich zusammen

Von SZ-Mitarbeiter Sebastian Zenner

Neunkirchen. Spätestens dann, wenn eine Fußballmannschaft nach einem durchwachsenen Saisonstart eine Serie von vier Siegen in Folge hingelegt hat, kann man sagen: Sie ist in der Liga „angekommen“. Dieser Logik folgend kann man feststellen: Borussia Neunkirchen ist seit dem zehnten Spieltag in der Oberliga „angekommen“. Am Samstag bestreiten die Schwarz-Weißen ihr elftes Spiel der Saison und empfangen dazu den SV Roßbach/Verscheid im Ellenfeldstadion (Anstoß: 14.30 Uhr).

„Wir haben vor der Saison gesagt, dass wir uns das Ziel setzen, im oberen Drittel mitzuspielen. Da sind wir im Moment angekommen, aber das müssen wir jetzt auch Woche für Woche bestätigen“, sagt Dieter Ferner, der seit Anfang der Runde bei der Borussia Trainer ist. Er weiß: „Wenn du mal zwei Spiele verlierst, bist du in dieser Liga ganz schnell wieder im Niemandsland.“ Vier Punkte trennen seine Mannschaft (derzeit Sechster) vom Spitzenreiter FSV Salmrohr.
Die zuletzt in der Liga gestartete Erfolgsserie wurde Mitte der Woche durch das vorzeitige Aus im Saarlandpokal etwas getrübt. Mit 1:2 unterlag Neunkirchen beim Saarlandligisten SC Friedrichsthal, bei dem Dieter Ferner auch schon zwei Jahre lang arbeitete. Solange, bis ihn „sein“ 1. FC Saarbrücken 2008 zurück in die Landeshauptstadt holte.

Die Geschichte vom Durchmarsch des FCS aus der Oberliga bis in die 3. Liga ist bekannt und nach zwei Jahren als Sportdirektor folgte im Sommer der Wechsel auf die Neunkircher Trainerbank. „Ich habe hier keine Probleme“, sagt Ferner und ergänzt: „Es ist eine Arbeitsstelle wie jede andere auch. Man versucht, in seinem Job das Beste zu geben.“ Die medizinische Abteilung, die Ausstattung und die guten Trainingsmöglichkeiten in Neunkirchen hebt er hervor. Zu Letzteren gehört auch ein neuer Kunstrasenplatz, der bis Mitte November fertig sein soll. Bis dahin kann in der Liga noch viel passieren.

Zumal Neunkirchen Verletzungspech hat. Mit Julian Bidon und Tim Cullmann (beide Fußbruch) fehlen zwei Stammspieler und zuletzt fielen mit Arif Karaoglan (Muskelfaserriss), Nabil Dafi (Zerrung) und Kapitän Christian Frank (Fußverletzung) drei weitere aus. „Natürlich hoffen wir, dass wir die Serie fortsetzen können. Aber Serie hin, Serie her: Wir müssen uns einfach immer auf das nächste Spiel konzentrieren“, sagt Ferner, der mittlerweile in Neunkirchen „angekommen“ ist.


Hintergrund
Das Ellenfeld-Stadion in Neunkirchen feiert in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag und ist noch heute „eines, wenn nicht das schönste historisch erhaltene Stadion des Südwestens“, wie das Fußballmagazin 11 Freunde schreibt. Jens Kelm und Tobias Fuchs erzählen in ihrem gerade erschienenen Buch „100 Jahre Ellenfeld-Stadion. Vom Borussia-Sportplatz zum Erinnerungsort“ die Geschichte des Stadions nach und zeigen Bilder aus längst vergessenen Tagen. Das Buch kostet 25 Euro und ist in Neunkircher Büchereien erhältlich (ISBN-13: 978-3938381595). red



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