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Fußball-Oberligist FC Hertha Wiesbach gewinnt Hallenmasters

Symbolbild

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Als Hendrik Schmidt, Mittelfeldspieler des Fußball-Oberligisten FC Hertha Wiesbach, gestern um 18.54 Uhr den Siegerpokal des 25. Volksbanken-Hallenmasters in die Höhe stemmte, kannte die Freude bei ihm und seinen Mitspielern keine Grenzen mehr – eine Jubeltraube in Schwarz-Gelb. Mit 4:2 hatte sich Wiesbach gerade im Finale gegen die Spvgg. Quierschied durchgesetzt. Dass der Pokal deutliche Beschädigungen aufwies, war den Siegern dabei völlig egal. Der Pokal hatte kurz vor dem Ende des Finals einen Volltreffer erhalten. Ein wuchtiger Schuss von Quierschieds Mexhid Kadrija wuchtete den hinter dem Tor aufgebauten Pokal von seinem Podest. Danach war er schief – und am Sockel fehlte ein Stück.

„Wir haben ein überragendes Turnier gespielt“, freute sich Hertha-Trainer Michael Petry nach der Siegerehrung. „Das ist einfach überwältigend. Ich kann meine Gefühle noch gar nicht beschreiben“, meinte Wiesbachs Nico Veeck freudestrahlend. Der 22-Jährige hatte sein Team im Endspiel mit 1:0 in Führung gebracht. Danach erhöhte Giovanni Runco auf 2:0, ehe Quierschied durch Lukas Mittermüller auf 1:2 verkürzte. Nur Augenblicke später stellte Patrick Ackermann mit seinem Tor zum 3:1 den alten Abstand wieder her. Als Boris Becker knapp zwei Minuten vor Schluss auf 4:1 erhöhte, war die Partie entschieden. Für Quierschied reichte es nur noch zum 2:4-Anschlusstreffer Sekunden vor der Schlusssirene durch Mittermüller. „Ich bin jetzt natürlich etwas enttäuscht“, sagte der Doppel-Finaltorschütze der Spotvereinigung: „Aber wir können dennoch stolz auf das sein, was wir geleistet haben.“

Denn dass seine Mannschaft im Finale stand, war eine Riesenüberraschung. Die Spvgg. hatte in der Qualifikation nämlich erst in letzter Sekunde das Masters-Ticket gelöst. In der Gruppe B zog das Team von Trainer Lothar Pesch dann als Erster ins Halbfinale ein. Unterstützt von 300 lautstarken Anhängern, die ihr Team immer wieder nach vorne peitschten, schaffte der abstiegsbedrohte Saarlandligist dann im Halbfinale eine ganz große Sensation und bezwang Oberligist Saar 05 mit 5:2. „Die Fans haben Kräfte freigesetzt. Ohne sie wären wir nie soweit gekommen“, erklärte Mittermüller dankbar.

Im zweiten Semifinale hatte sich Wiesbach zuvor mit 6:1 gegen den VfB Dillingen durchgesetzt. Die Hüttenstädter hatten in der Vorrunde überraschend den Masters-Champion der beiden vergangenen Jahre, den FV Diefflen, aus dem Turnier gekegelt. Nach einem 3:6 gegen Dillingen war für den FV nach der Vorrunde Schluss. Die Enttäuschung war danach bei den Akteuren der Rot-Weißen natürlich riesengroß. „Jedem, der ein Sportlerherz hat, tut so etwas weh“, meinte Diefflens Torjäger Fabian Poß. Der 22-Jährige gab aber auch zu, dass sein Team nicht den besten Tag erwischt hatte. „Wir sind schon durchwachsen gestartet, und das hat sich dann leider fortgesetzt. Gegen Dillingen hat es auch ein wenig die Konzentration gefehlt.“

Deutlich besser als bei den Dieffler Spielern war die Gemütslage beim Veranstalter, dem Saarländischen Fußballverband (SFV). „Super Spiele, super Stimmung, viele Tore“, zog SFV-Spielleiter Adalbert Strauß ein zufriedenes Fazit des 25. Volksbanken-Masters. 3400 Besucher waren in der restlos ausverkauften Saarlandhalle. Beim 25. Masters konnte der Verband übrigens den 900 000 Zuschauer seit dem Start der Serie begrüßen. Dies war die 28-jährige Lebacherin Katharina Gill. Sie erhielt als Geschenk.

Vor dem großen Finale hatte sich derVfB Dillingen durch ein spektakuläres 9:7 nach Verlängerung gegen Saar 05 Rang drei gesichert. „Wenn mir vor der Hallenrunde jemand gesagt hätte, dass wir das drittbeste Hallenteam im Saarland in diesem Winter werden, hätte ich ihn für verrückt erklärt“, sagte Trainer Oliver Dillinger zufrieden.

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