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Fußball-Regionalliga: FCS-Kicker schenken Dieter Ferner zum Abschied einen Sieg

Jürgen Luginger wird  Nachfolger von Dieter Ferner (Foto)

Jürgen Luginger wird Nachfolger von Dieter Ferner (Foto)

  Worms. Am Samstag um 15.44 Uhr beendete Schiedsrichter Markus Sinn den letzten Auftritt von Dieter Ferners „blue and black army“ und machte damit nicht nur den Schlachtruf der Fans des Fußball-Drittliga-Aufsteigers 1. FC Saarbrücken zur Geschichte. Mit 4:1 (1:0) besiegte der Aufsteiger Absteiger Wormatia Worms im letzten Spiel mit Ferner als Trainer. „Er ist ja ein sehr emotionaler Mensch“, erzählte Abwehrspieler Alexander Otto, „vielleicht lief darum vor dem Spiel alles normal, und er hat auf große Reden und Gesten verzichtet.“

Erste Tränen flossen dennoch vorm Anpfiff. Der achtjährige Rouven Schmit überreichte Ferner ein selbstgemaltes Bild. „Da ist Dieter Ferner drauf, wie er neben der Bank steht“, sagte der Junge aus Merchweiler: „Herr Ferner hat gesagt, ich solle dem FCS die Treue halten, auch wenn er jetzt nicht mehr an der Seitenlinie steht.“ 

Team will Ferner ein übergroßes Mannschaftsbild schenken

Ihre Liebe zum FCS bewiesen auch sechs Radfahrer, die am Freitag von Saarbrücken aus nach Worms aufgebrochen waren. Nach 160 Kilometern und einer Übernachtung in Wolfstein erreichten sie das Stadion kurz vorm Anpfiff. „Einige von uns haben den Hintern rot“, sagte Initiator Steffen Jung lachend: „Aber es war toll, fast eine Grenzerfahrung.“

Die FCS-Spieler mussten nicht mehr an ihre Grenzen gehen, um vor 2400 Zuschauern ihrem Trainer zum Abschied einen Sieg zu schenken. Velimir Grgic erzielte in der 44. Minute das 1:0. „Wir hatten uns vor dem Spiel geschworen, heute für Dieter den Sieg zu holen“, sagte der Stürmer. In der 51. Minute traf der Ex-Saarbrücker Manuel Rasp zum 1:1. Markus Fuchs (62.), Nico Zimmermann (81.) und erneut Grgic (89.) sorgten für den 4:1-Endstand.

Nach dem Schlusspfiff ging Ferner zu den 1200 FCS-Fans, zog seine Mütze, klatschte ab und verschwand in den Katakomben. Das Reden überließ der 61-Jährige anderen. Bei der Pressekonferenz erschien Co-Trainer Andreas Fellhauer. „Es waren mit ihm die beiden besten Jahre meiner Karriere“, sagte Defensivspieler Nabil Dafi. Nico Weißmann schenkte Ferner sein Trikot. Vorher hatte er „Für den besten Trainer der Welt“ darauf geschrieben. „Ich kann Dieter Ferner gar nicht genug danken“, sagte Mittelfeldakteur Manuel Zeitz: „Er hat mich in die erste Mannschaft geholt. Für Samstagabend lud Ferner dann Mannschaft und Funktions-Team zum Essen ein. Kapitän Marcus Mann verriet vorher: „Wir werden ihm ein übergroßes Mannschaftsbild schenken, hoffentlich wird es nicht zu emotional.“

Seit gestern sind die Spieler in Urlaub. Am 22. Juni beginnt das Training mit Trainer Jürgen Luginger. Dann beginnt für Dieter Ferner eine neue Zeitrechnung als Sportdirektor des FCS.

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